Kahlschlag beim Küchenexperten

2006 wurde aus der Adolf Rudolph GmbH die Firma „r Küchentechnik“. ▪ F. Zacharias

OBERBRÜGGE ▪ Unruhe beim Oberbrügger Küchenspezialisten „r Küchentechnik“: Das Unternehmen bestätigte am Dienstag, dass insgesamt 25 Mitarbeiter der einstigen Alfred Rudolph GmbH & Co. KG, die nach ihrer Insolvenz seit 2006 zur Bremer Cordes & Graefe-Gruppe gehört, ihre Kündigungsschreiben erhalten haben.

Damit ist die Hälfte der Belegschaft von den Entlassungen betroffen. Nicht nur 15 Innen- und neun Außendienstmitarbeiter, sondern auch die Führungsebene ist von dem Kahlschlag betroffen: Ende vergangener Woche sickerte in Branchenkreisen durch, dass sich die Wege des bisherigen Geschäftsführers Gerhard Lipinski und „r Küchentechnik“ trennen. Als Ursache nennt Stefanie Boldrini, Assistenz der Geschäftsführung, das von Cordes & Graefe geforderte neue Vertriebs- und Geschäftkonzept, bei dem die Einkaufsverbände nicht mehr mit einbezogen werden sollen. Lipinski habe dieses neue Modell, das nun auch die weiteren Entlassungen im Unternehmen nach sich zog, abgelehnt.

Sein Nachfolger steht indes bereits fest: Neuer Geschäftsführer der „r Küchentechnik“ wird Jürgen Speer, Chef des Familienunternehmens Neugart, das ebenfalls zur Cordes & Graefe-Gruppe gehört und die Oberbrügger Firma bereits als Tochterunternehmen führt.

Stefanie Boldrini, Assistenz der Geschäftsführung, lobte auf AA-Anfrage das Engagement und die Loyalität der gekündigten Mitarbeiter, die teils seit Jahrzehnten für die mittlerweile umbenannte Alfred Rudolph GmbH & Co. KG gearbeitet hätten. Diese hatte im Februar des Jahres 2006 Insolvenz anmelden müssen – wenige Monate später wurde das Unternehmen an die Cordes & Graefe-Gruppe verkauft. Bereits damals mussten etwa 20 der mehr ursprünglich mehr als 90 Beschäftigten den Betrieb verlassen. Mittlerweile arbeiteten nur noch 50 Personen für „r Küchentechnik“ – mit der jetzigen Kündigungswelle würde die Zahl der Beschäftigten also nahezu halbiert werden. ▪ Frank Zacharias

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