Weitere Baugebiete bleiben ein Thema

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Die Erschließung des Neubaugebiets „Leyer Sonnenschein“ läuft auf Hochtouren. ▪

HALVER ▪ Die Stadt Halver will weiterhin auf Grundstücksgeschäfte setzen, um die eigene finanzielle Lage zu verbessern: Nach AA-Informationen beriet der Rat in nichtöffentlicher Sitzung auch über mindestens ein weiteres mögliches Neubaugebiet. Am Leyer Sonnenschein ist die Stadt bekanntlich bereits als Vermarkter tätig.

Auf Anfrage wollte sich Kämmerer Markus Tempelmann zwar nicht im Detail zu den politischen Beratungen äußern. Weitere Aktivitäten in diesem Bereich will er jedoch anvisieren – sobald sämtliche Grundstücke am Leyer Sonnenschein vermarktet worden sind. „Vorher macht es keinen Sinn, ein weiteres Baugebiet zu erschließen“, so Tempelmann, der aus dem anvisierten Zeitplan kein Geheimnis macht: Der Kämmerer braucht nur auf den Haushaltsplan zu verweisen, in dem bis ins Jahr 2016 Einnahmen in Höhe von insgesamt 1,57 Millionen Euro aus den Verkäufen am Waldweg einkalkuliert sind.

Dass man auf einem guten Weg ist, zeige die derzeitige Resonanz auf die Grundstücke: Diese übertreffe die Erwartungen deutlich, so Markus Tempelmann. Tatsächlich hatte er für 2012 mit insgesamt 450 000 Euro an Einnahmen aus den Grundstücksgeschäften im Gebiet Leyer Sonnenschein gerechnet. Nach den bislang geschlossenen Verträgen kann der Kämmerer nun mit rund 700 000 Euro bis Ende des Jahres rechnen. Bislang seien 4580 der insgesamt 15 180 Quadratmeter an Bauherren und -frauen verkauft worden.

„Wenn wir weiterhin über dem Soll bleiben, kann man natürlich auch schon vor 2016 über neue Baugebiete sprechen. Aber so weit sind wir noch nicht.“ Und so wollte Tempelmann auch noch keine Angaben über mögliche Standorte machen. Zur Erinnerung: Das Baugebiet Schmittenkamp in Oberbrügge wurde bereits öffentlich diskutiert, die Pläne ruhen. „Ob man sich darauf oder lieber auf eine ortszentralere Lage konzentrieren will, muss der Rat entscheiden.“

Dass die Stadt jedoch am Ball bleiben sollte, steht für den Kämmerer außer Frage: Schließlich setzt er nicht nur auf die direkten Einnahmen durch Direkt-Vermarktung, sondern auch auf höhere Schlüsselzuweisungen des Landes: In diesem Jahr erhielt die Stadt pro Kopf 524 Euro. Wenn ein Großteil davon auch direkt an den Kreis weiterfließt, so ist diese Zahl doch genug Motivation für Markus Tempelmann, Neubürger nach Halver zu locken – auch durch die Entwicklung neuer Wohngebiete. ▪ Frank Zacharias

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