Umnutzung für altes Gerätehaus?

Grünes Licht für Feuerwehrfläche - Neues Gerätehaus im MK in Planung

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Nach dem Brandschutzkonzept ist das Gerätehaus Bommert am dringendsten zu ersetzen.

Halver - Mit dem Erwerb einer rund 6300 Quadratmeter großen Fläche in Anschlag hat die Stadt Halver die Weichen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses im südlichen Teil des Stadtgebiets stellen können. Die vertragliche Abwicklung des Grundstücksgeschäfts bestätigte Kämmerer Markus Tempelmann auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Das neue Feuerwehrgebäude in Anschlag soll das Gerätehaus Bommert ersetzen, das den Analysen im Brandschutzkonzept für die Stadt Halver zufolge am dringendsten ersetzt werden muss. Der Neubau nahe der Schmiede Pielhau, für den eine Gesamtfläche von etwa 90 mal 60 Metern zur Verfügung steht, liegt direkt an der Landesstraße 284 zwischen Halver und Wipperfürth und damit verkehrstechnisch ideal.

Es sei „feuerwehrtaktisch die Wunschfläche gewesen“, sagt Tempelmann über das Projekt, das in diesem Jahr weiter geplant und ab dem kommenden Jahr umgesetzt werden könnte. Mit einem Bezug des neuen Gerätehauses, in dem auch die Jugendfeuerwehr Platz finden würde, rückt aber aus stadtplanerischer Sicht eine weitere Frage in den Mittelpunkt.

Lageplan: Hier soll das neue Gerätehaus in Anschlag entstehen.

Denn das vorhandene Gerätehaus Bommert ist zwar durch seine Lage durchaus interessant für eine Umnutzung und die Schaffung von Wohnraum, doch baurechtlich sei dies zunächst zu prüfen. Interessenten hätten bereits für eine solche Nutzung angefragt, so der Kämmerer, der im Rathaus auch für Bauleitplanung zuständig ist.

Zulässig ist die Bebauung im Außenbereich jedenfalls nicht automatisch. Tempelmann hat in dieser Hinsicht aber den Paragrafen 35, Absatz 6, des Baugesetzbuches im Auge, der unter bestimmten Voraussetzungen die Umnutzung in Wohnraum ermöglichen könnte. „Es wäre nicht nachhaltig, die vorhandene Substanz nicht weiter zu nutzen“, überlegt Tempelmann mit Blick auf das Gerätehaus Bommert.

Dass das Thema Feuerwehr die Politik und die Verwaltung auch in den kommenden Jahren beschäftigen wird, liegt auf der Hand. Sanierungs- oder sogar Neubaubedarf attestiert das Brandschutzkonzept auch dem Gerätehaus in Oberbrügge. Dort dürfte es um einen Zeitrahmen von etwa fünf Jahren bis zu einer tragfähigen Lösung gehen, schätzt Tempelmann. Er werde dem Rat für die Haushaltsplanberatungen vorschlagen, die erforderlichen Mittel für die Planung einzustellen.

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