Mehr als 100 BHs für Buxtehude

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Mehr als 1000 BHs und Unterhosen wurden bei der Aktion „Underwear – Smalls for all“ gespendet und werden jetzt nach Afrika geschickt.

Halver - „Die Hilfe war überwältigend“, sagt Sandra Petschulat, Vorsitzende der Jungen Landfrauen Halver. Am 10. November sammelten sie BHs und Unterhosen für die Aktion „Underwear – Smalls for all“. 

Die gespendete Unterwäsche soll nun Mädchen und Frauen in Afrika zugute kommen, für die Unterwäsche ein Luxusartikel ist. Bei der Sammelaktion am Raiffeisenmarkt wurden mehr als 1000 BHs und Unterhosen abgegeben. „Insgesamt konnten wir vergangene Woche sechs Kartons an die Hauptsammelstelle der Landfrauen in Stade/Buxtehude schicken“, sagt Sandra Petschulat. Bald werden sie dann weiter nach Afrika gesendet. 

Aktion schlägt weite Wellen 

Die Spenden kamen allerdings nicht nur aus Halver. Auch außerhalb der Region fand die Aktion großen Anklang. Einige Spenderinnen reisten aus Arnsberg und Radevormwald an und sogar ein Dessousgeschäft aus Hagen spendete seine Altbestände aus dem Keller an die jungen Landfrauen, um etwas Gutes zu tun. 

Die Jungen Landfrauen freuen sich sehr über die großzügigen Spenden und bedanken sich zudem beim Raiffeisenmarkt, bei dem die Aktion stattfinden und die jungen Landfrauen sogar Martinsbrezeln backen durften. Der Erlös des Verkaufs wird ebenfalls der Aktion gespendet. 

BHs für einen guten Zweck 

Bei der Aktion geht es allerdings nicht bloß um eine Kleiderspende, sondern um eine Spende eines Kleidungsstückes, welches sich Afrikanerinnen meistens nicht erlauben können. Unterwäsche ist Luxus und wird nur von Frauen getragen, deren Väter, Brüder oder Ehemänner sich darum kümmern. Das führt dazu, dass Frauen, die keine Unterwäsche tragen häufig als „Freiwild“ betrachtet und somit häufiger Opfer von Gewalt und Vergewaltigung werden.

 Die gespendete Unterwäsche soll somit Frauen mehr schützen. Ein weiterer Punkt sei die uneingeschränkte Bildungsmöglichkeit für Mädchen. Junge Frauen, die keine Unterhosen besitzen, bleiben während ihrer Periode der Schule fern und verpassen den Unterricht. Mit Unterwäsche soll ihnen ermöglicht werden trotz ihrer Menstruation den Unterricht zu besuchen. Die Jungen Landfrauen sagen „Danke an alle Spenderinnen“, die vielen Afrikanerinnen mehr Freiheit ermöglichen.

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