Jung, Boucke „in der Spur“

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Der Tag der Entscheidung rückt näher: Verwalter, Geschäftsleitung und nicht zuletzt die Arbeitnehmer von Jung, Boucke hoffen auf die Zustimmung der Gläubiger, wenn es am 12. September um den Insolvenzplan geht. ▪

HALVER ▪ Im Insolvenzverfahren biegt die Jung, Boucke GmbH auf die Zielgerade ein: Am Montag, 12. September, werden die Gläubiger der Firma im Amtsgericht Hagen über den Insolvenzplan des Verwalters Dr. Dirk Andres entscheiden.

Es geht um nicht weniger als die Zukunft des Traditionsunternehmens, das vor der Insolvenz 235 Mitarbeiter zählte.

Wie berichtet, hatte die Geschäftsführung am 28. März den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nachdem zunächst von „ersten positiven Signalen“ die Rede gewesen war, stellte sich die Situation schon einen Monat später weitaus negativer dar: Um das Unternehmen zukunftsfähig machen zu können, wurde die Produktionssparte „Feinstanzen“ nicht nur auf den Prüfstand gestellt. Nach Aussagen von Thomas Feldmann, der die Öffentlichkeitsarbeit für den Insolvenzverwalter übernommen hat, hat beziehungsweise wird sich das Unternehmen im Zuge des Insolvenzverfahrens komplett von dieser Sparte trennen. Die bis zu 50 Mitarbeiter – die genaue Zahl konnte Feldmann gestern nicht nennen – , die im Zuge dieser Maßnahme von Kündigungen betroffen sind, seien in einer Transfergesellschaft untergebracht worden. Darin sollen sie auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.

Intensiviert werden sollen hingegen die Anstrengungen im Bereich Schmieden, der den Kern des Jung, Boucke-Geschäfts ausmache. Dass das Unternehmen dank dieses Sektors durchaus zukunftsfähig ist, macht eine in diesen Tagen veröffentlichte Stellenausschreibung deutlich, in der die Firma einen leitenden Mitarbeiter für die Abteilung „Mechanische Bearbeitung“ sucht.

„Alles läuft in der Spur. Das ist die Botschaft, die wir zu diesem Zeitpunkt machen können“, so Thomas Feldmann. Sollte der Insolvenzplan durchgewunken werden, so gelte das Unternehmen de facto – vorbehaltlich gültiger Einspruchsfristen – als saniert. „Die Versammlung am 12. September ist auf jeden Fall ein Meilenstein, durch den sich vieles entscheidet.“ ▪ Frank Zacharias

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