Jung, Boucke: Investoren springen wieder ab

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Halver - Die Sanierungsbemühungen bei der Firma Jung, Boucke GmbH & Co. dauern an. Wie am Donnerstag von der eigenverwaltenden Geschäftsführer um Hans Ulrich Volz gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger mitgeteilt wurde, führt der Automobilzulieferer seinen Geschäftsbetrieb fort, obwohl zwei Investoren die lange Zeit erfolgsversprechenden Kaufverhandlungen jetzt beendet haben und wieder abgesprungen sind.

Über Monate habe man intensiv versucht, so Hans Ulrich Volz, einen Investor für Jung, Boucke zu finden. „Insbesondere durch die Unterstützung aus der Belegschaft, die in dieser schwierigen Phase die zuverlässige Produktion und Lieferung aufrecht hielt und zu persönlichen Verzichten bereit war, konnte eine überdurchschnittliche Zahl ernsthafter Interessenten gefunden werden“, erklärt der Geschäftsführer weiter. Insgesamt hätten 16 Unternehmen durch konkrete Angebote ihr Interesse am Halveraner Unternehmen bekundet.

Jung, Boucke hätte sogar schon mit einem deutschen Unternehmen, das weltweit agiere, einen Kaufvertrag geschlossen. Doch unmittelbar vor dem Übergang der Firma sei der Käufer vom Vertrag zurückgetreten. Wie Geschäftsführer Volz erklärt, hätte sich der Investor „nicht mit der notwendigen Anzahl der Kunden von Jung, Boucke über Abnahmemengen und Preise einigen“ können. Das wäre jedoch für ein tragfähiges Weiterführungskonzept von Jung, Boucke maßgeblich gewesen.

Aus den gleichen Gründen hätte sich ein weiterer Interessent „nach beiderseits ernsthaft geführten Verhandlungen“, so Volz, in dieser Woche von den Kaufverhandlungen zurückgezogen.

Jung, Boucke wird nun die Beendigung der Eigenverwaltung beim Amtsgericht Hagen beantragen und in ein Regelinsolvenzverfahren (Weiterarbeit ist möglich) wechseln. „Jung, Boucke wird die Zeit für die Suche eines Investors für das gesamte oder auch Teile des Unternehmens nutzen“, betont Volz.

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