Jung, Boucke: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Einen wichtigen Schritt aus der Insolvenz hat nach Angaben des Insolvenzverwalters das Traditionsunternehmen Jung, Boucke gemacht.

HALVER ▪ Auf dem Weg aus der Insolvenz hat die Jung, Boucke GmbH am Montag einen wichtigen Schritt gemeistert: Sämtliche Gläubiger der Halveraner Traditionsfirma stimmten dem von der Geschäftsführung erstellten Insolvenzplan zu.

Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres begrüßte die Entscheidung der Gläubiger: Deren Zustimmung sei ein zentraler Aspekt zur Aufhebung des Verfahrens.

Bereits im Vorfeld habe das Amtsgericht den Insolvenzplan geprüft und genehmigt, hieß es von Seiten der Agentur „rw konzept“, die für die Öffentlichkeitsarbeit von Andres verantwortlich zeichnet. Gemeinsam mit der Sozietät Buchalik Brömmekampf hatte die Geschäftsführung um Hans Ulrich Volz den Plan zuvor – in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter – beim Amtsgericht eingereicht. Das nun positive Votum der Gläubigerversammlung stimmt auch den Geschäftsführer des Automobilzulieferers, Dr. Jochen Vogel, optimistisch: „Wir freuen uns über die Annahme des Insolvenzplans“, ließ er am Montag verlauten.

Nach der erfolgreichen Sanierung – das Amtsgericht kann das Insolvenzverfahren erst nach Ablauf verschiedener Fristen aufheben – wolle man sich nun wieder ohne Einschränkung auf das operative Geschäft konzentrieren. „Unser Unternehmen steht wieder auf einer gesunden Basis und arbeitet profitabel. Umsatz- und Ertragslage haben sich seit Anfang des Jahres positiv entwickelt“, erklärte gestern der geschäftsführende Gesellschafter Hans Ulrich Volz.

Wie berichtet, hatte Jung, Boucke Ende März den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Derzeit beschäftigt das Unternehmen nach offiziellen Angaben 229 Mitarbeiter. Zum Zeitpunkt der Insolvenz waren es noch 235. Bis zu 50 Mitarbeiter sollen im Zuge der Sanierung von Kündigungen betroffen sein. Diese sind laut einem Sprecher bereits in einer Transfergesellschaft untergebracht worden. ▪ Frank Zacharias

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