Jugendzentrumsleiter Arndt Spielmann zieht Bilanz

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Für Sonntag, 2. Februar, laden Arndt Spielmann und sein Team zur „Spielzeit“ ins Jugendzentrum ein.

HALVER - Es war das Jahr der Gegensätze im Halveraner Jugendzentrum: Da waren zum einen die „Selbstläufer“, die zum Alltag von Arndt Spielmann und Beate Kolb wie selbstverständlich dazu gehören und nicht mehr wegzudenken sind. Da waren zum anderen neue Projekte.

Von denen manche – wie Spielmann selbstkritisch eingesteht – nur „durchwachsen“ gelaufen sind, aber gleichzeitig als wertvolle Erfahrung gebucht werden können. Und so steht auch für dieses Jahr sowohl Neues als auch Bewährtes auf dem Programm.

„Wir haben im vergangenen Jahr vieles angedacht und ausgearbeitet, aber nicht alles konnte letztlich zum Ende gebracht werden“, resümiert Spielmann im Gespräch mit unserer Zeitung. So wollte man beispielsweise mit dem Projekt „Halver 2020“, das auch finanziell gefördert wurde, dem Halveraner Nachwuchs eine Stimme geben – ganz nach dem Motto „Partizipation und Demokratie fördern“. Doch obwohl die Veranstalter bestens vorbereitet waren, sei die Resonanz eher verhalten gewesen. Was nicht zuletzt mit der verregneten Auftaktveranstaltung am Alten Markt zusammenhing.

Nichtsdestotrotz soll das Thema „Partizipation“ auch weiterhin ein Schwerpunkt bleiben. So ist für das erste Quartal dieses Jahres beispielsweise ein Abend geplant, bei der es um die Beteiligung im Jugendzentrum selbst gehen soll. Zu Themen wie Thekenverkauf, Hausregeln, Innengestaltung und Programm/Fahrten sollen die Jugendliche ihre Ideen einbringen und ausarbeiten. „Und sie sollen an der Realisierung natürlich auch beteiligt werden“, betont Spielmann.

Ein positives Fazit zieht der Jugendzentrumsleiter vor allem in Bezug auf die „Selbstläufer“, zu denen mittlerweile „Night Sports“, der Ferienspaß im Sommer und Herbst sowie die Kinder- und Mädchennachmittage gehören. „Aufgrund der fehlenden Wiese und der dort stattfindenden Bauarbeiten waren wir in den Sommerferienspaß-Planungen ein wenig eingeschränkt und mussten uns Ausweichmöglichkeiten überlegen. Aber auch wenn wir unsere eigenen Ansprüche der vergangenen Jahre nicht ganz erfüllen konnten, so hatten die Kinder doch ihren Spaß“, ist sich Spielmann sicher. Auch für dieses Jahr überlege man bereits, wie die Veranstaltung gestaltet werden kann – denn an der fehlenden Wiese werde sich ja auch im Sommer nichts ändern.

Als „Win-Win-Situation“ für beide Seiten beurteilt der Jugendzentrumsleiter die Besuche in der Ganztagshauptschule. An vier Tagen in der Woche sind Spielmann und Kolb in der Mittagspause an der Mühlenstraße zu Gast und geben den Schülern die Gelegenheit zum Spielen sowie für Gespräche. In einer zusätzlichen AG lernen die Schüler darüber hinaus die Einrichtung und ihre Abläufe kennen. „Durch dieses Angebot hat sich die Besucherstruktur im Jugendzentrum ein wenig verändert, viele bleiben uns später als Gäste erhalten.“ Aufgrund der guten Erfahrungen wird diese Zusammenarbeit fortgesetzt – ebenso wie der Stöbertag sowie der Ferienspaß. So soll beispielsweise die erste Osterferienwoche unter dem Motto „Fun Sports“ stehen und Sechs- bis Zwölfjährigen die Möglichkeit geben, verschiedene Sportarten kennenzulernen. Aber schon vorher, am Sonntag, 2. Februar, steht die erste große Veranstaltung im Jugendzentrum an: Dann sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur „Spielzeit“ eingeladen. Zwischen 14 und 18 Uhr haben sie die Möglichkeit, beliebte Klassiker, aber auch ganz aktuelle Brettspiele auszuprobieren.

Und auch eine Premiere wird es in diesem Jahr geben: Denn die Mitglieder eines neuen Arbeitskreises, dem unter anderem Mitglieder von ZWAR, dem Stadtmarketing, des Heimatvereins und des Jugendzentrums angehören, möchten die Tradition der Aktion „Sauberes Halver“ wieder aufleben lassen. „Die Idee stieß bei vielen auf großes Interesse“, so Spielmann. Zumal das Know-How sowie die Ausrüstung noch vorhanden seien. „Wir sind fest entschlossen, diese Aktion im Frühjahr durchzuziehen.“

Von Kerstin Zacharias

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