Jugendcafé Aquarium zieht nach einem knappen Jahr am neuen Standort Bilanz

Eine fast perfekte Erfolgsgeschichte

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Maren Dettlaff und Arndt Spielmann ziehen nach knapp einem Jahr am neuen Standort des Jugendzentrums Halver (Jugendcafé Aquarium) in der Helle eine positive Bilanz.

Halver - Viele Fragezeichen waren mit dem Umzug des Jugendzentrums von der Jugendheimstraße in die Helle verbunden – vor allem für Einrichtungsleiter Arndt Spielmann eine Reise ins Ungewisse. Sein Fazit nach knapp einem Jahr am neuen Standort fällt positiv aus – mit einer Einschränkung.

„Wir haben viel Zeit und Arbeit investiert, das zahlt sich aus. Die Besucherzahlen haben sich absolut verbessert, das Angebot wird sehr gut angenommen“, sagt Spielmann, der schon bei der Planung für das Angebot in der Helle die Jugendlichen „im Rahmen meiner Möglichkeiten“ miteinbezog.

Wer kommt ins Jugendzentrum? Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 19 Jahren. Die meisten Besucher sind männlich und im Alter von 10 bis 14 Jahren. Knapp 80 Prozent aller Jungen, die das Jugendcafé aufsuchen, haben einen Migrationshintergrund.

Klingt erstmal einseitig, ist es aber nur auf den ersten Blick: „Die Durchmischung hat zugenommen. Es sind viel mehr Mädchen hier als noch am alten Standort. Außerdem kommen jetzt auch mehr Mädchen und Jungen aller Schulformen hierher“, sagt Spielmann. Vor allem der Anteil der Gymnasiasten – vorher „verschwindend gering“ – habe sich deutlich erhöht. In anderen Kommunen wie Lüdenscheid und Schalksmühle seien Jugendliche ebenfalls auf das Angebot des Jugendcafés aufmerksam geworden.

Attraktive Möglichkeiten

Tischtennis, Gesellschaftsspiele, Kicker, Play Station, Computer, ein Rückzugsraum und eine Küche, wo sich die jungen Besucher beispielsweise eine eigene Pizza ausrollen, belegen und backen können, locken an.

Die höheren Besucherzahlen seien auch auf den Standort, der im Einzugsbereich der weiterführenden Schulen liegt, zurückzuführen, glaubt Spielmann. Der Einrichtungsleiter führt täglich Statistik über die Gästezahlen – 22,4 sind es im Schnitt pro Tag. Am stärksten frequentiert ist der Freitag mit durchschnittlich 28,3 Besuchern. Die seit dem Umzug neu angebotene Öffnungszeit am Samstag von 14 bis 18 Uhr werde ebenfalls gut angenommen. „Da ist die Stimmung entspannter.“

Unabhängig vom Wochentag gilt: „Basis- und Beziehungsarbeit steht an erster Stelle. Und Beziehungen brauchen Zeit. Deswegen freut es mich auch, dass die Verweildauer der Mädchen zugenommen hat.“ Mit im Schnitt über 20 Gästen pro Tag – außer montags – habe der neue Standort die Erwartungen von Spielmann und seiner Kollegin, Sozialpädagogin Maren Dettlaff, mehr als übertroffen. Die Arbeit sei stets im Wandel „und wir sind mittendrin. Das macht Spaß“.

Angebot für Kinder mit Luft nach oben

Einen Nachteil hat das Jugendcafé in der Helle jedoch. Es bietet keinen Platz mehr für das Kinderprogramm, das traditionell in Halver angeboten wurde. Derzeit findet es montags, dienstags und freitags, jeweils von 14 bis 17 Uhr, im Bürgerhaus in Oberbrügge statt. Obwohl es auf drei Tage ausgedehnt wurde, um es für Eltern aus Halver attraktiver zu machen, werde das Angebot nicht so gut angenommen, wie es sich die Beteiligten wünschten. „Das steckt noch in den Kinderschuhen“, sagt Arndt Spielmann.

Weitere Infos zum Angebot und eine Übersicht über die Öffnungszeiten: www.jucaaquarium.halver.de

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