Jugendarbeit mit Schwerpunkt Bildung

Dilek Yesi (rechts) ist neue Vorsitzende des Eltern- und Familienrates der Türkisch-islamischen Gemeinde Halver.

Yvonne Pfannschmidt HALVER - Viel vorgenommen haben sich die Jugendlichen der Türkisch-islamischen Gemeinde Halver. Seit 27 Jahren gibt es die Gemeinde in Halver und seit einigen Jahren ist sie darum bemüht, eine Jugendarbeit auf die Beine zu stellen. „Unser primäres Ziel ist es, den Heranwachsenden eine gute Freizeitgestaltung und vor allem Bildung anzubieten, damit sich jeder, dem Gebot unseres Glaubens folgend, permanent weiter entwickeln kann. Dafür suchen wir auch eine auf Offenheit und Vertrauen basierende Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten“, sagte Dilek Yesi.

Die 38 Mitglieder zählende Jugendgruppe wird jeweils für drei Monate im Wechsel von vier Mädchen und dann von vier Jungen organisiert und geleitet. „Sie sollen lernen mit Planung, Programmgestaltung und Verantwortung umzugehen“, erklärt Gemeinde-Sekretär Nihat Keles. Zwei Jahre lang war er Vorsitzender des damals neu gegründeten Eltern- und Familienrates, und auch er hat sein Amt übergeben: Dilek Yesi, 26 Jahre alt und hier geboren, hat für ein Jahr die Nachfolge übernommen.

Bei der Feier im Kulturbahnhof, zu der auch Bürgermeister Dr. Bernd Eicker sowie die Leiter und Leiterinnen der Schulen und Kindergärten und Werner Turck eingeladen waren, wurden die Pläne für die neue Moschee an der Schützenstraße vorgestellt, die neben Gebetsräumen, Küche und Lehrraum noch einen Mehrzweckraum vorsehen, der auch für die Jugendarbeit zur Verfügung steht.

Dass Bildung ein Schwerpunkt dabei ist, das hörten sowohl der Bürgermeister als auch Werner Turck gerne. Als langjähriger Nachbar und Förderer der türkischen Gemeinde setzt Turck darauf, dass die partnerschaftliche Freundschaft auch nach dem Umzug zur Schützenstraße erhalten bleibt. Den Jugendlichen riet er: „Lernt, lernt, lernt, das macht nicht nur Spaß, sondern zeigt auch in die Zukunft.“ Und Bürgermeister Eicker versprach, die Bemühungen der türkischen Gemeinde, insbesondere bei der Jugendarbeit, dort, wo es in Zeiten knapper Kassen gehe, auch zu unterstützen.

Nach der feierlichen Übergabe von Dilara Faslak, Gülsum Solmaz, Hümeyra Konuk und Sahide Cakiroglu an die Jungen Enes Cakiroglu, Ugur Akcalar, Samet Ulas und Furkan Solmaz wurde den rund 100 Besuchern und Gästen nach türkischer Art reichlich und gut serviert: „Gastfreundschaft wird bei uns groß geschrieben“, wurde bewiesen.

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