Johanneswerk an der Frankfurter Straße

Neue Anlaufstelle für Inklusion in Halver

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Sabine Moritz betreut die Außenstelle vom Johanneswerk an der Frankfurter Straße.

Halver - Mit einem kleinen Büro an der Frankfurter Straße 23 will der Wohnverbund Oberes Volmetal im evangelischen Johanneswerk gGmbH Präsenz in Halver zeigen.

Für Klienten und Mitarbeiter sollen die Wege kürzer werden. Und auch, wer sich für die Arbeit des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) interessiert, ist in der kleinen Außenstelle willkommen.

„Wir waren immer schon in Halver“, sagt Sabine Moritz, Bereichsleiterin des ABW im Wohnverbund. Doch vielen sei die Existenz und die Arbeit des Wohnverbundes gar nicht bekannt. Auch das, hofft sie, soll sich mit der Eröffnung der Anlaufstelle mitten in der Stadt ein wenig ändern. 

Man habe in der Vergangenheit sicher nicht im Verborgenen gearbeitet, doch auf der anderen Seite spielt sich die Unterstützung durch den Verbund auf einem sensiblen Terrain ab. 

20 Mitarbeiter im Volmetal im Einsatz 

Es geht um Menschen, die mit der Unterstützung des ABW ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Mit psychischen Erkrankungen, kognitiven Einschränkungen oder einer Suchtproblematik war in früheren Jahren oft der Weg in ein Heim vorgezeichnet. 

Die gelebte Alternative – übrigens bereits seit zehn Jahren – ist die individuelle Beratung, Begleitung und Unterstützung in der eigenen Wohnung. „Wir suchen die Menschen zu Hause auf, beraten und leiten an“, skizziert Sabine Moritz das Aufgabenspektrum für sich und ihre 20 Kollegen, die im Bereich des Volmetals zurzeit mehr als 80 Klienten begleiten. 

Mal geht es um Anträge, Ämtergänge oder Gelddinge, bei denen die Klienten alleine nicht zurecht kommen. Und manchmal fehlt auch einfach ein kleiner Anstupser, sich auf Freizeitaktivitäten und neue Bekannte einzulassen. Ziel ist immer, dem Klienten ein möglichst eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Bei manchen Klienten reiche es, wenn sie einmal im Monat eine halbe Stunde einen Ansprechpartner hätten. Andere bräuchten bis zu acht Stunden in der Woche. 

Der Unterstützungsbedarf wird im Vorfeld ärztlich festgestellt, bei der Antragstellung helfen die ABW-Mitarbeiter. Der Antrag geht letztlich an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Kostenträger, der sich aus Umlagen von Kreisen und kreisfreien Städten finanziert. Der Landschaftsverband lädt dann zu einer Hilfeplankonferenz ein, in der dann neben der Bewilligung auch das zeitliche Budget festgelegt wird, so das übliche Verfahren. 

Schnittstelle an der Frankfurter Straße 

Die Schnittstelle für diese inklusive Arbeit soll das kleine Büro an der Frankfurter Straße sein, ebenerdig erreichbar und an zwei Nachmittagen besetzt. Klienten und Interessierte können zu diesen Sprechzeiten vorbeischauen oder telefonisch einen Termin vereinbaren. 

Und auch die Kollegen haben die Möglichkeit, das Büro zu nutzen, um Schreibarbeiten zu erledigen oder sich hier mit ihren Klienten zu treffen. Vielleicht etabliere sich dort auch ein Spielenachmittag oder eine Kaffeerunde, überlegt Sabine Moritz bereits.

Sprechzeiten: Dienstag von 15.30 bis 17 Uhr, Freitag 14 bis 15.30 Uhr, Tel. 0160/96 31 81 36.

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