CVJM lädt am Sonntag zum Jahresfest

Ein Bild aus den Anfängen des Posaunenchors. Die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren war von Beginn an groß. Immer mehr Christen schlossen sich der Gruppe im Laufe der Zeit an.

Halver - „Musik liegt in der Luft“ – unter diesem Motto steht das Jahresfest des CVJM, das am Sonntag in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) und im Vereinshaus stattfindet.

Gefeiert wird das 150-jährige Bestehen des CVJM-Posaunenchors, entsprechend wurde ein ganztägiges Programm geplant, das um 10 Uhr mit einem Gottesdienst mit Posaunen-Matinée in der FeG beginnt. Von 13 bis 16 Uhr ist dann für „Essen, Spiel und Spaß“ im CVJM-Vereinshaus gesorgt, ehe um 18 Uhr ein Konzert der Brass Connection (Auswahlchor des CVJM-Westbundes) & Band in der FeG für den Abschluss des festlichen Tages sorgt.

Aus dem Halveraner Vereinsleben sind der CVJM und sein Posaunenchor freilich längst nicht mehr wegzudenken. Die Vorgeschichte geht sogar bis früh in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Laut Festschrift des Posaunenchors suchten damals „Johann Peter Scharwächter und Caspar Dietrich Plenius als gläubige Christen die Gemeinschaft mit anderen“. Im Hause Scharwächter hätten sie sich „zur gemeinsamen Betrachtung des Wortes Gottes“ getroffen.

Später hielten dann ihre Söhne Benjamin Scharwächter und Friedrich Wilhelm Plenius die ersten Hausbibelstunden ab. Ab 1828 fanden dann auch Treffen bei Wilhelm Turck (1814-1899) in der Löhbach statt. Später habe dann Bauer Hilligweg in der Bever angesiedelt, auf dessen Initiative ein Gesangs-chor gegründet wurde, heißt es in der Festschrift weiter. „Im Laufe der Zeit wurde der Kreis der ernsten Christen in unserer Gemeinde Halver immer größer.“

1864 wurde dann der Bläserchor auf Löhbach gegründet – im Zuge des Besuchs eines Posaunenchors aus Dümmlinghausen. In der Festschrift wird hierzu Wilhelm Turcks Sohn Carl (1849-1930) zitiert: „Durch diese Anregung wurden von meinem Vater für Bruder Wilhelm und mich Flügelhorn und Trompete bestellt und von Herrn Wilhelm Steinbach für seinen ältesten Sohn ein Alphorn. Das war der Anfang vom Posaunenchor bei uns.“

Der Begeisterung fürs gemeinsame Musizieren schlossen sich in der Folgezeit immer mehr junge Christen an. Am 1. Mai 1870 kam es schließlich auf Anregung von Friedrich Wilhelm Plenius, Benjamin Scharwächter und Carl Turck zur Gründung des „Jünglingsvereins zu Halver auf Löhbach“. Wiederum neun Jahre später schloss sich der Ortsteil In der Bever an, der Evangelische Männer- und Jünglingsverein in Halver entstand. Die Begeisterung hielt an. „Bereits im Jahr 1883 umfasste der Verein 50 Mitglieder, darunter 10 Bläser“, heißt es.

Zeitsprung: Nach dem zweiten Weltkrieg kam es im Verein zu einem Neustart. „Schon 1945 unternahm Carl Turck sen. den Versuch, den Posaunenchor wieder aufzubauen. Es sollte allerdings bis zum Jahre 1954 dauern, bis sich tatsächlich ein neuer Posaunenchor unter der Leitung von Martin Graf formieren konnte.“

Zwei Jahre später kommt es dann auch zum Beschluss einer Namensänderung: Aus dem Evangelischen Männer- und Jünglingsverein wird der CVJM Halver.

Bis dato folgten zahlreiche Höhepunkte im Vereinsleben: Hierzu zählen unter anderem die Posaunen-Missionsfahrten in den 1960er Jahren, beispielsweise nach Trier, Cuxhaven und in die schwäbische Alb, das Mitwirken an den Märkischen CVJM Posaunentagen in der Balver Höhle in den 80er und 90er Jahren oder auch die Teilnahme an den im vierjährigen Turnus stattfindenden Bundesposaunenfesten des CVJM Westbundes.

Dominic Rieder

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