30 Jahre Turck duotec in Halver

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30 Jahre Turck duotec GmbH, Feier in der Eugen-Schmalenbach-Aula im Turck-Gebäude am Kirchlöher Weg. Im Bild bei der Podiumsdiskussion von links: Moderator Matthäus Hose, Turck duotec Geschäftsführer Arthur Rönisch und ehemaliger langjähriger Turck duotec Geschäftsführer Eberhard Grünert

„Warum feiern wir überhaupt 30 Jahre Turck duotec?“ – das fragte am Donnerstag Arthur Rönisch seine etwa 100 Gäste. Der Geschäftsführer des Unternehmens hatte in die Eugen-Schmalenbach-Aula eingeladen, um den runden Geburtstag zu feiern.

Gekommen war neben Mitarbeitern und heimischen Politikern wie dem Landtagsabgeordneten Gordan Dudas auch die Vizepräsidentin des Landtags, Angela Freimuth. 50 oder 100 Jahre – das seien Jubiläen, die man feiere. In der Elektronikbranche seien aber auch 30 Jahre schon „eine verdammt lange Zeit“, erklärte Rönisch. 

1988 wurde aus der Turck-Gruppe heraus die Turck duotec GmbH in Halver gegründet. Heute liegen die Schwerpunkte des Unternehmens in den Bereichen Gebäudetechnik, Medizintechnik und Mobilität. Seit 2005 gibt es auch einen Standort in Grünhain-Beierfeld in Sachsen, später folgten Standorte in Erlangen, Delémont in der Schweiz und in Mexiko. 

„Wir sind eine schöne Region“ 

In Halver kamen am Donnerstag laut Rönisch zum ersten Mal die Mitarbeiter der Standorte Halver und Beierfeld zusammen. Er lobte in seiner Begrüßung das Engagement der Mitarbeiter, die die Arbeit des Unternehmens in den vergangenen Jahren begleiteten. Nach einem Dank an das Marketing-Team für die Organisation des Abends übergab er an den ersten Redner des Abends, Landrat Thomas Gemke. 

Gemke übermittelte die Glückwünsche des gesamten Märkischen Kreises und betonte den Wert der Wirtschaftsregion Südwestfalen. „Wir sind eine schöne Region, zu der familiengeführte Unternehmen dazu gehören“, sagte er. Es sei schön, dass sich die Turck-Gruppe Halver verbunden fühle. Besonders lobte er den hohen Stellenwert der Ausbildung bei Turck. „Gut, dass wir uns um die Zukunft kümmern.“ 

Auch Bürgermeister Michael Brosch stellte die Funktion als Ausbildungsbetrieb in den Vordergrund. „Jedes Mal, wenn die jungen Menschen ihr Abitur machen, merken wir einen empfindlichen Einschnitt in der Einwohnerzahl“, erklärte er. Ein Unternehmen wie Turck binde junge Menschen an die Stadt und biete ihnen nach der Schule berufliche Möglichkeiten. „Und ich freue mich, wenn die Menschen hier bleiben“, sagte Brosch. Neben den Ausbildungsplätzen seien auch die gebotenen Arbeitsplätze ein Grund zur Freude über 30 Jahre Turck duotec. Das Unternehmen biete Stellen in unterschiedlichen Qualifikationen. 

Ein weiterer Grund zur Freude sei auch die Gewerbesteuer. Die Stadt sei stolz darauf, Unternehmen wie Turck duotec die günstigsten Hebesätze von Grundsteuer B und Gewerbesteuer anbieten zu können. „Das machen wir ganz bewusst so, damit sich Unternehmen wie Sie hier ansiedeln und wohl fühlen“, sagte der Bürgermeister. „Obwohl von jedem Euro nur 18 Cent tatsächlich in der Stadtkasse landen, sage ich: Danke für die Gewerbesteuer!“, sagte er und amüsierte so die Gäste. Zuletzt lobte er das nicht unerhebliche Engagement der Turck-Gruppe in verschiedenen Vereinen, für Schulen und die Unterstützung der SGSH Dragons sowie der Herpine. 

Einen Einblick in die umfassende Arbeit des Senats der Wirtschaft gab anschließend dessen Vorstandsvorsitzender Dieter Härthe. Die Investition von Firmen in Afrika, das Formulieren und Einhalten von Klimazielen und die Digitalisierung der Landwirtschaft thematisierte er, bevor er Arthur Rönisch offiziell die Urkunde zum Senator beim Senat der Wirtschaft übergab. Rönisch hat diesen Posten seit Ende 2017 inne. 

Im weiteren Verlauf des Abends boten der langjährige Geschäftsführer von Turck duotec, Eberhard Grünert, und Arthur Rönisch bei einer Podiumsdiskussion Einblicke in das Unternehmen. Moderiert wurde die Diskussion von Matthäus Hose, Verlagsleiter der WEKA Fachmedien, der den beiden Geschäftsmännern die eine oder andere Geschichte entlocken konnte. So erzählte Arthur Rönisch schließlich, wie er mit sechs Jahren seinen ersten Stromschlag bekam und sich daraufhin für die Elektronik interessierte. 

Nach einem Vortrag von Hose zur künstlichen Intelligenz wurden die Gäste zunächst mit Live-Musik und einer Vorspeise versorgt. Dr. Tobias Kollmann hielt anschließend einen Vortrag zur Digitalisierung und das Essen ließ den Abend ausklingen.

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