20 Jahre im Dienst als Kantor: Andreas Pumpa

Seit 20 Jahren ist Andreas Pumpa als Kantor in der Evangelischen Kirchengemeinde tätig. ▪ Finger

HALVER ▪ 20 Jahre ist es her, dass Andreas Pumpa seinen Dienst als Kantor in der Evangelischen Kirchengemeinde in Halver angetreten hat. In der vergangenen Woche wurde er nach Abschluss des Sommerkonzertes in der Nicolai-Kirche von Kammerchor und Kantorei offiziell zu seinem 20-jährigen Berufsweg beglückwünscht.

Klaus-Peter Höller blickte auf den Werdegang und das Wirken Pumpas in Halver zurück: „Zu Beginn des Jahres 1991 lag die Kirchenmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Halver am Boden“. Verschiedende Chorleiter hatten jeweils nach kurzer Zeit wieder aufgegeben. Die überraschende Wende sei am 16. April 1991 gekommen, als zu einem Neustart des Kirchenchores eingeladen worden sei. Einige wenige Sänger haben sich damals unter der Orgeltreppe getroffen und „nahmen staunend zur Kenntnis, dass die Kirchengemeinde einen hauptberuflichen Kirchenmusiker einstellen wollte“, so Höller. Pfarrer Hölscher habe den damals nur 26-jährigen Andreas Pumpa vorgestellt. Pumpa studierte zu dieser Zeit noch.

Dieser junge Mann habe sich gleich mächtig ins Zeug gelegt und den Sängern gezeigt, dass zur kirchlichen Chorarbeit auch andere Musikstücke gehören können, als sie bis dahin kannten, so Höller. „Die steigende Qualität des Gesangs und die überaus kompetente Chorleitung sprachen sich schnell in der Gemeinde herum, und so wuchs der Chor und stellte sich neuen Herausforderungen“, blickte Peter Höller zurück. Andreas Pumpa habe die Sänger gleich mit schweren Stücken konfrontiert, von denen sie glaubten, es nicht bewältigen zu können. Doch man habe durch „die behutsame und beharrliche“ Arbeit von Pumpa gelernt, dass der Chor Fortschritte machen kann, und so habe das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zugenommen. Viele große Chorwerke habe Pumpa seitdem zur Aufführung gebracht, sagte Höller und erinnerte unter anderem an die Bach-Weihnachtsoratorien in verschiedenen Jahren, Puccinis Messa di Gloria, Brahms deutsches Requiem, ebenso wie Mozarts Requiem, die Messe in G-Dur von Schubert und Paulus von Mendelssohn-Bartholdy.

„Andreas Pumpa schaffte es durch seine guten Kontakte zu anderen Chören und Projektsängern, die Kantorei Halver immer wieder zu verstärken“. Natürlich habe es aber in den vergangenen 20 Jahren auch Krisen gegeben. So sei die Stelle von Andreas Pumpa plötzlich gekürzt worden und seine „wunderbare Arbeit war echt in Gefahr“. Doch der Chor habe sich zu einem eigenen Beitrag verpflichtet, um den „Chef“ in Halver zu halten.

„Über die Kantorei hinaus konnte Andreas einige Sänger auch motivieren, in einem kleineren Kammerchor und in einem – an Orgelpfeifen erinnernden – Männerensemble aktiv zu sein“. Heute sei Kirchenmusik mit dem Prägestempel „Andreas Pumpa“ aus Halver nicht mehr wegzudenken, auch wenn es in der Kirchengemeinde Halver manchmal den Anschein habe, dass die hohe musikalische Qualität nicht von allen geschätzt werde.

„Als stabiler und verlässlicher Faktor im kulturellen Leben unserer Stadt leistet Andreas Pumpa hervorragende Arbeit“, sagte Peter Höller. Die Kantorei hoffe, dass sie mit ihrem Chorleiter noch viele Musikwerke aufführen könne. „Wir freuen uns auf die nächsten 20 Jahre“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare