Jäger wünschen Senkung der Pachtkosten

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Die Mitglieder der Jagdgenossenschaft bereiten die Neuverpachtung vor.

Halver - In harmonischer Runde hielt die Jagdgenossenschaft des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Halver am Donnerstag in der Gaststätte „Zum Linken“ an der Elberfelder Straße ihre Genossenschaftsversammlung ab. Als Gast nahm Hegeringsleiter Bernd Volkenrath an der Versammlung teil.

Neben Wahlen stand die Vorbereitung auf die Neuverpachtung 2016 im Mittelpunkt der Zusammenkunft, zu der Hermann Theile-Rasche als erster Vorsitzender willkommen hieß. Zur Wahl standen Ewald Wieloch als erster Geschäftsführer und Hans-Wilhelm Fastenrath als zweiter Geschäftsführer, die beide einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden und ihre Arbeit für weitere vier Jahre fortsetzen. Zu Kassenprüfern wurden Annette Rosiepen, Bernd Reininghaus und Volker Schmidt ernannt.

Vor den Wahlen legte Ewald Wieloch einen ausgeglichenen Haushaltsplan 2015 vor, der einstimmig angenommen wurde. Zur Vorbereitung auf die Neuverpachtung 2016 fragte Hans-Wilhelm Fastenrath von den Revierob-leuten die Bereitschaft der Jagdpächter zur Fortsetzung der Pacht ab. Darauf aufbauend, müssen jetzt genauere Gespräche geführt werden. Herauszuhören war, dass die Jäger eine Senkung der Pachtkosten wünschen. Bis Ende März sollen aus allen Revieren Rückmeldungen eingeholt sein. Nach Ostern wird sich die Genossenschaft danach mit den Revierobleuten zur weiteren Besprechung treffen.

Als Alternative zur Deckelung des Wildschadens brachte Fastenrath bei der Versammlung ein außerordentliches Kündigungsrecht des Pachtvertrags ins Gespräch. Hintergrund: Bei zunehmenden Wildschäden drohen die Einnahmen aus der Pacht zu sinken. Im vergangenen Jahr sei es allerdings nur zu wenigen Wildschäden gekommen, erklärte der zweite Geschäftsführer bei seinen Ausführungen. „Wir haben sehr gute Heger und Jäger“, betonte er.

Die Sorgen der Jäger brachte Hegeringleiter Bernd Volkenrath zur Sprache. „Remmels Jagdgesetz geistert überall herum“, erklärte er mit Blick auf das neue Jagdgesetz von Umweltminister Johannes Remmel, das im Mai verabschiedet werden soll und viele Verbote für Jäger bringt. Auf die geplante Großdemonstration am 18. März in Düsseldorf ging er ein. „Wir versuchen jeden Hegering zu aktivieren.“ Das neue Landesgesetz bringe wesentliche Beeinträchtigungen der Jagd, betonte Volkenrath. „Die Remmel’schen Vorschläge sind nicht so ganz ohne.“ Innerhalb der neunjährigen Pachtdauer, die beide Seiten – Pächter und Verpächter – wünschen, sei mit Einschränkungen zu rechnen.

Von Monika Salzmann

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