Frühes Sitzen führt zum Erfolg

Bernd Volkenrath (rechts) überreichte den Bruch.

Halver - Eine Jungsau und sechs Jungfüchse – so lautete das Ergebnis des gestrigen Frühsitzes des Hegerings Halver. Der Vorsitzende Bernd Volkenrath zeigte sich zufrieden mit dem Resultat. Insgesamt 90 Jäger und Jägerinnen waren früh aufgestanden und hatten sich in der Zeit von 6 bis etwa 8.30 Uhr auf die Lauer gelegt, um die Rothaarigen vor die Flinte zu bekommen. Im Anschluss an die Jagd trafen die Heger auf dem Hof Tacke zum gemeinsamen Frühstück zusammen. „Es dient einerseits der Bejagung von Fuchs und Schwarzwild und andererseits der Geselligkeit“, erklärte Bernd Volkenrath den Hintergrund der Zusammenkunft. Entstanden war die Idee vor 15 Jahren. Damals habe es viele Tollwutfälle gegeben. „Die unteren Jagdbehörden haben an uns appelliert, die Füchse als Träger der Krankheit, schärfer zu bejagen“, so der Vorsitzende.

Seither sei der sonntägliche Frühsitz eine gute Gelegenheit für Jäger, die kein eigenes Revier haben oder aus anderen Gründen nicht oft zur Jagd gehen können. „Es gibt viele Jäger, die auf Einladungen von uns angewiesen sind“, weiß Volkenrath. Der Frühsitz biete zudem Jungjägern die Chance, in Aktion zu treten. Und so freute sich Bernd Volkenrath gestern über die Teilnahme von Jungjäger Max Rohsiepen, der in diesem Jahr seine Jägerprüfung bestanden hatte.

Bevor es für alle zum Frühstück ging, präsentierten die Heger ihre erlegten Tiere. Die Bläser ließen die Signale „Die Sau ist tot“ und „Der Fuchs ist tot“ erklingen. Im Anschluss daran überreichte Bernd Volkenrath den Schützen einen Bruch – ein Fichtenzweig, der am Hut des Jägers angebracht wurde.

Für die Natur sei die Jagd auf Füchse wichtig, erklärte Volkenrath: „Der Fuchs hat einen sinnvollen Platz im Lebensraum. Er ist Aasfresser und einer der effektivsten Mäusejäger. Aber wenn es zu viele Tiere werden, müssen sie erlegt werden“. Denn: Je mehr Tiere in einem Waldstück aufeinander treffen, je höher sei die Gefahr, dass sich Krankheiten wie Tollwut und Fuchsbandwurm schnell ausbreiten.

Jetzt freuen sich die Jäger und Jägerinnen auf die im Herbst anstehenden Gesellschaftsjagden, die sowohl Treib- als auch Drückjagden vorsehen. - jape

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