Tänze rühren Zuschauer in der AFG-Aula zu Tränen

Durch Bewegungen und Mimik gelang es den Tänzern, Gefühle wie Sorge und Glück auszudrücken. - Foto: Peuckert

Halver -  So unauffällig wie möglich wischte sich eine Frau im Zuschauerraum eine paar Tränen aus dem Gesicht. In der sehr gut besuchten Aula des Anne-Frank-Gymnasiums verfolgte sie gebannt die Abschiedsveranstaltung der israelischen Jugendaustauschgruppe „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“.

„Es ist Zeit, auf Wiedersehen zu sagen“, begrüßte Halvers Bürgermeister Dr. Bernd Eicker die Besucher des israelischen Tanzabends. In einer kleinen, deutsch-englischen Ansprache ließ das Stadtoberhaupt die vergangenen zehn Tage, die deutsche und israelische Jugendliche miteinander verbracht hatten, Revue passieren. Er erinnerte an Ausflüge nach Berlin, Münster, Köln und Bonn. Dann lobte er die jahrelange Aufrechterhaltung der Freundschaft: „Es ist eine ganz wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird.“

Tänze rühren zu Tränen

Bevor es für die 17 israelischen Besucher zurück nach Hause ging, präsentierte die Tanzgruppe – die sich im In- und Ausland längst einen respektablen Namen gemacht hat – eine Auswahl ihres Könnens. Dabei waren je nach Inhalt der Lieder Solotänzer, Duos oder Gruppen auf der Bühne zu sehen.

Den Anfang machte das Stück „Sunrise“. Auch wenn die Texte in fremder Sprache nicht für jeden im Saal verständlich waren, wussten die Zuschauer doch schnell, worum es in den Liedern ging. Grund: Die Tänzer im Alter zwischen 17 und 27 Jahren schafften es, allein durch ihre Bewegungen und Mimik, die Gefühle der Stücke auszudrücken.

Bereits während des ersten, sehr temporeichen Tanzes gelang es einigen Besuchern nicht, ihre Füße still zu halten. Schließlich wippten sie den Takt der Musik mit. Immer wieder setzte spontaner Applaus ein, begeisterte Zwischenrufe waren zu hören.

Der Auftritt von „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“ war in einzelne Blöcke aufgeteilt. Im ersten Teilstück ging es in teilweise besinnlichen, teilweise aber auch flotten Tanzkombinationen um Freude und die Sorge um einen geliebten Menschen. In Abschnitt zwei drehte sich alles um die Wertschätzung der Leistungen von Frauen. In dem Stück „Tanz für zwei“ versuchte ein junger Mann tänzerisch, seine Herzdame für sich zu gewinnen.

Die Liebe war Hauptthema des dritten Teils. Dabei sorgte insbesondere das Stück „Trio“, in dem sich ein Mann nicht zwischen zwei Anbeterinnen entscheiden konnte, beim Publikum für Begeisterung. Trotz hoher Temperaturen in der Aula glänzten die Tänzer mit einer atemberaubenden Synchronität, die die gezeigten Figuren sehr stimmig erschienen ließen. Durch den ständigen Wechsel der Kostüme und Frisuren der Frauen, wurde der Anblick nicht langweilig.

Nach dem als letztes Stück des Abends angekündigten Tanz ergoss sich ein lauter und langanhaltender Applaus über „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“, die daraufhin spontan einen Sirtaki ähnlichen Tanz als Zugabe nachlegten.

Zum Abschluss des Auftritts gab es für jeden israelischen Besucher noch eine Tasse mit Halveraner Aufschrift als Erinnerung an die Zeit in Deutschland. - jape

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