Villa Wippermann

Kultur-Neustart im Juni: Das ist in Halver geplant

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Langsam soll es in der Villa Wippermann wieder losgehen nach der Corona-Pause.

Halver – Ohne Kunst und Kultur war’s still. Die Infektionslage entspannt sich jetzt aber erkennbar. Für die Kultur bessern sich die Zeiten langsam. Jana Eilhardt ist Ausstellungsorganisatorin im Regionalmuseum, der Villa Wippermann. Wie es dort weitergeht, darüber sprach sie mit Florian Hesse.

Frau Eilhardt, in der Villa Wippermann war es lange still. Wie geht es denn jetzt weiter?
Jana Eilhardt: Wir dürfen ab einer Inzidenz von unter 100 und einer Frist von fünf plus zwei Tagen vorsichtig öffnen. Die Bedingungen sind laut Coronaschutzverordnung wie Mitte März, als wir für drei Wochen öffnen durften.
Wie sah das aus?
Auf Anmeldung. Entweder per E-Mail an info@villa-wippermann.de oder telefonisch unter 0 15 22/2 83 25 66. Allerdings dürfen maximal acht Personen gleichzeitig in die Räume und es besteht Maskenpflicht.
Müssen sich Besucher vorher testen lassen?
Mit Stand von heute wird jedenfalls kein Test verlangt.
Gibt’s einen konkreten Termin?
Wir halten das Infektionsgeschehen im Auge und bereiten uns auf Öffnung ab 1. Juni vor.
Was finden die Besucher nach der Corona-Pause dann vor?
Es läuft „Mein Platz im Leben“, und zwar noch ohne festgelegten Endtermin. Und außerdem Wald & Wild bis zum 13. Juni. Das ist also die letzte Chance, diese wundervolle, lehrreiche und schöne Ausstellung anzuschauen.
Gibt es schon ein Anschlussprogramm?
Wir haben das Highlight aufs nächste Jahr verschoben. Das ist die Feuerwehr-Ausstellung, die dann vom 23. April bis zum 25. September laufen soll.
Kann man dazu schon was verraten?
Seit Wochen arbeiten Peter Bell, Stefan Czarkowski, Christoph Seibert, Björn Clever, Holger Kutzehr und ich an der Ausstellung. Es gibt so viel schöne Ideen, beispielsweise das „Kinderspielzimmer“. Da möchte die Jugendfeuerwehr auch die in den dann letzten beiden Jahren ausgefallene Brandschutzerziehung mit den Kindergärten und Schulen durchführen. Peter Bell hat einen sehr spannenden Film über die Feuerwehrgründung 1881 geschnitten. Es ist von allem etwas geplant: für Geschichts- und Technikinteressierte, für Sensationslüsterne, für Große und für Kleine, Feuerwehrfans und solche die es danach werden...
Das hört sich weit fortgeschritten an. Warum wird’s dieses Jahr denn nichts mehr?
Der ganze Aufwand, das ganze Engagement der Feuerwehrleute lohnt sich nicht für eine Ausstellung mit gebremsten Schaum. Die Leute sollten Spaß haben zu kommen, mitzumachen, sich zu informieren. Wir möchten mit vollem Haus eröffnen, Bratwurst essen, Bierchen trinken – also alles, was momentan nicht geht.
Gibt’s kein Trostpflaster für die Fans der Villa?
Doch! Stattdessen werden wir kurzfristig im Heimatmuseum eine Ausstellung über die Schmieden in Halver auf die Beine stellen. Ich war beim Blättern im Archiv des Allgemeinen Anzeigers so fasziniert von den Fotos der alten Firmengebäude in der Stadt, die es heute längst nicht mehr gibt. Peter sucht jetzt in seinem Bildarchiv nach Aufnahmen. Es gab im alten Heimatmuseum einige Exponate dazu, die schon lange nicht mehr gezeigt wurden. Das stellen wir alles in den nächsten drei Wochen zusammen und machen was Schönes draus. Laut Peter Bell gab es noch nie eine Ausstellung über die Schmieden.
Zu sehen gibt es dann Zangen und Hämmer und so?
Noch einiges mehr: In der Veranda richten wir ein Kontor ein. Passend zur Zeit so eine Art Heimatoffice. Unser Depot im Keller gibt einiges an Büromaschinen aller Epochen her. Die Ideen sind noch ganz frisch. Da fällt uns auch bestimmt noch mehr ein.
Ein Blick Richtung Jahresende?
Die Stühle im Erdgeschoss lassen wir noch etwas laufen, damit viele Leute sie sehen können. Wie es danach weitergeht, weiß ich noch nicht. Fest steht, dass Anfang November wie geplant der Flensburger Künstler Hans-Ruprecht Leiß mit seinen Illustrationen „Aus der Farbstiftküche“ kommt.

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