Eingewöhnung in Kita Wunderland war eine Herausforderung

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Die Kinder aus der Kita Wunderland in Oberbrügge haben sich gut eingewöhnt. In der vergangenen Woche besuchten sie den Kita-Träger Sentiris in der Villa am Ohler Weg, um im Garten Kastanien zu sammeln.

Oberbrügge - Die Kita Wunderland besteht seit rund zwei Monaten. Die von Sentiris getragene Einrichtung arbeitet seit Anfang August in ihren Räumen Am Nocken, wo ein komplett neues Team 47 Kinder betreut. Was das für Herausforderungen mit sich bringt, erzählten Sentiris-Geschäftsführer Kristian Hamm und Erzieherin Annika Lengelsen dem AA-Redakteur Johannes Opfermann.

Wie ist der neue Kindergarten angelaufen?

Kristian Hamm: Im Blick auf die Kinder ist er sehr gut angelaufen. Die haben sehr schnell, ab dem Tag Null, den Kindergarten in Beschlag genommen und sich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Das ist auch bei den Eltern der Fall, die gern mal bei einer Tasse Kaffee bei uns ins Gespräch kommen.

Annika Lengelsen: Die Kinder fühlen sich wohl, das ist auch das Feedback der Eltern. Sie sind relativ schnell aufgeblüht und gehen bei uns jetzt ihren Weg.

30 der Wunderland-Kinder waren vorher in der Kita St. Georg. War das für sie eine schwierige Umstellung? 

Hamm:  Mit der Umstellung gab es überhaupt keine Schwierigkeiten. Die Kinder waren mit dem Kita-Alltag vertraut, das grobe Setting ist auch das gleiche. Für sie war es neu und spannend, zu sehen, was für Spielmaterial es in der neuen Kita gibt. Aber es war eine Herausforderung, 47 Kinder auf einmal einzugewöhnen, normalerweise wären es vielleicht 15 zum Start eines Kindergartenjahres.

Sie hatten ja auch ein komplett neues Team. Gab es da Startprobleme?

Lengelsen:  Startschwierigkeiten hatten wir so nicht, aber es ist eine ganz neue Kita. Da mussten erst Strukturen und Abläufe aufgebaut werden. Und im Team wird besprochen, was man noch verbessern und verändern kann.

Hamm: Es war ganz spannend mit so einem neuen Team zu starten. Wir haben alle zum 1. Juli eingestellt, einen Monat vor dem Start. Die Erzieherinnen werden allerdings erst ab dem 1. Tag des Kita-Betriebs über das Kinderbildungsgesetz refinanziert, aber so ein Team muss sich auch erst finden. Deswegen haben wir als Träger den ersten Monat vorfinanziert.

Kristian Hamm, Geschäftsführer von Sentiris, berichtet, wie die ersten Monate in der Kita Wunderland verlaufen sind.

Ist die Eingewöhnungsphase jetzt vorbei und der Alltag eingekehrt?

Lengelsen: Wir hatten auch viele Kinder, die vorher noch nicht in der Kita waren, da hat die Eingewöhnung etwas länger gedauert. Aber wir sind jetzt im Alltag drin.

Hamm: Die Eingewöhnung war herausfordernd und spannend. Bei einigen Kindern begann die Eingewöhnungsphase etwas später, weil sie im August noch im Urlaub waren. Der August war kein regulärer Kindergarten-Monat. Also haben wir jetzt quasi seit sechs Wochen Normalbetrieb mit eingespielten Abläufen. Wir haben aber auch noch vieles – an Spielmaterialien zum Beispiel – eingepackt in den Schränken liegen, weil wir noch nicht dazu gekommen sind, sie auszupacken. Jetzt können wir daran gehen, uns einen kompletten Überblick zu verschaffen.

Die Kita-Räume sind kurz vor der Eröffnung fertig geworden. Gab es seitdem noch Arbeiten, die dort gemacht werden mussten?

Hamm: Die Räume sind tatsächlich „just in time“ fertig geworden. Der letzte Handwerker ist eine Stunde vor dem Festakt zur Eröffnung rausgegangen. Das war für uns schon eines der größten Wunder am Wunderland. Aber auch danach hatte das Gebäude noch ein paar Kinderkrankheiten. Wir hatten am Anfang einen Wasserschaden und in einem Raum funktionierte die Heizung nicht, was im August natürlich nicht so wild war. Wir hatten viele Handwerker im Haus, aber ein großes Drama war es nicht. Auch die Elektrik spinnt etwas, wir haben also regelmäßig Stromausfälle.

Gibt es Pläne für den Außenbereich der Kita?

Hamm: Ins Außengelände werden wir erst einmal kein Geld investieren, denn die Möglichkeiten rund um die Kita sind mit dem Schulhof und dem Sportplatz sehr vielfältig. Wir werden erst einmal schauen, wie die Kinder das Außengelände nutzen, bevor wir schauen, ob wir noch etwas brauchen, zum Beispiel eine Schaukel.

Und bei der Anschaffung einer Schaukel könnten die Kinder auch mitentscheiden, richtig?

Lengelsen: Wir finden, dass die Kinder für ihre eigene Meinung eintreten dürfen. Sie können mitentscheiden, was es zu essen gibt, wo sie spielen und was sie spielen wollen. Sie können sagen, wenn sie etwas nicht in Ordnung finden oder Verbesserungsvorschläge haben. Wir versuchen Partizipation in den Alltag zu integrieren und viel mit den Kindern zu kommunizieren.

Hamm: Uns ist ganz wichtig, dass die Kinder mitentscheiden dürfen über ihren Alltag, auch über die gemeinsamen Aktivitäten. Manchmal muss man dann etwas über den Haufen schmeißen, was sich das Team ausgedacht hat. Ende des Jahres soll es eine Kinderkonferenz und ein Kinderparlament geben, wo sie Vertreter aus ihren Gruppen auswählen können, die dann auch mitentscheiden können, wenn es um Anschaffungen wie zum Beispiel eine Schaukel geht.

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