Rico Huntjens und René Pajer im Interview zur Hardcore Help Foundation

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Noch hatten René Pajer (li.) und Rico Huntjens im Rathauspark Ruhe. Am 11. Juli verwandelten beide den Park wieder zu einem großen Festivalgelände mit dem 2. HHF Summerfest.

Halver - Draußen, umsonst, zumeist etwas lauter und für den guten Zweck: Wenn in einer Woche im Park am Halveraner Rathaus ab mittags wieder Gitarren und Bässe erklingen, beginnt das 2. Summerfest der Hardcore Help Foundation.

Im Vorfeld zum Festival, bei dem mehr als 1000 Besucher erwartet werden, sprach unser Mitarbeiter Wesley Baankreis mit den Organisatoren Rico Huntjens und René Pajer über das Festival, Spenden und die Arbeit der Hardcore Help Foundation.

Herr Huntjens und Herr Pajer, am 11. Juli findet die 2. Auflage des HHF Summerfest in Halver statt. Welche Änderungen gibt es im Vergleich zur Premiere?

Huntjens: Die ganz großen Veränderungen bleiben aus. Es ist ja beim ersten Mal ganz gut gelaufen und die Resonanz sehr groß. Neu ist auf jeden Fall, dass die zweite kleinere Bühne jetzt am anderen Ende des Festivalgeländes untergebracht ist, damit beide Bühnen räumlich und akustisch etwas Abstand haben. Auch beim Catering gibt es eine Neuerung. Mit „Just like your Mom“ haben wir einen international bekannten Caterer gewinnen können, der rein veganes Essen anbietet. In dem Punkt waren wir im Vorjahr nicht ganz auf die große Nachfrage vorbereitet. Zu guter Letzt hat sich dann auch das Line-Up doch um einiges verändert.

Beim Blick auf das Linie-Uo zeigt sich nicht nur musikalisch eine große Bandbreite, sondern auch eine Verteilung auf nahezu alle Ecken der Welt. Wie kam es dazu?

Huntjens: Die Liste der Künstler hat sich recht schnell gefunden. Nachdem wir mit Nasty, First Blood und Muncie Girls die ersten drei, bekannteren Bands sicher hatten, lief der Rest fast von allein. Wir hatten eine ganze Reihe von Bands, auch bekanntere, die bei uns spielen und uns damit unterstützen wollten. Aber wir haben eben nur ein begrenztes Zeitfenster für die Auftritte und wenn dann manche Bands noch einen anderen Auftritt, bei dem sie Geld verdienen, am gleichen Tag haben, passt es leider nicht. Aber unser Line-Up in diesem Jahr kann sich sehen lassen. Das Motto des Festivals lautet, wie schon beim Vorgänger dem Midsummer Open Air, „umsonst und draußen“.

Wie gelingt es dabei, die erhofften Einnahmen für die Hilfsprojekte zu erzielen?

Huntjens: Die Bands spielen ohne Gage und auch die Caterer auf dem Gelände unterstützen uns genau so wie die Stadt, wodurch sich die Kosten im Rahmen halten. Zudem gibt es dieses Mal neben dem Fanartikelverkauf eine Tombola, bei der es Freikarten, Shirts und andere Preise zu gewinnen gibt. Hinzu freuen wir uns über jede Art von Spende.

Für welche Projekte werden die Spenden aktuell benötigt?

Pajer: Im Fokus stehen sicher unsere Aktionen in Kenia und den Philippinen, für die gerade die Transportkosten sehr hoch sind. Aber auch in Deutschland sind wir sehr aktiv. Neben der Arbeit mit Obdachlosen dreht sich derzeit viel um die Hilfe für Flüchtlinge, die vielleicht nicht immer so im Fokus steht, aber enorm wichtig ist. Gerade dafür suchen wir neben Geld- auch Sachspenden. Vor allem ausgediente Schulbücher können neben Kleidung und Spielzeug, damit wir den Leuten die Möglichkeiten geben können unsere Sprache zu lernen und sich somit schnell zu integrieren. Auch solche spenden nehmen wir beim Festival deshalb gerne an.

Welche Pläne gibt es für das Summerfest, wenn auch die 2. Auflage ein Erfolg sein sollte?

Pajer: Es gibt sicher die Möglichkeit noch bekanntere Bands nach Halver zu bringen. Vom Gesamtumfang her sollte es aber nicht größere werden. Für uns spielt die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre für Jüngere und Ältere eine Rolle. Da ist der Rathauspark genau das richtige Gelände, weshalb wir gerne bleiben würden.

Vielen Dank für das Gespräch.

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