Straßensanierung mit Zündstoff

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Die Sanierung der Straße in Carthausen hat nach Einschätzung der Politik keine Priorität angesichts anderer notwendiger Maßnahmen.

Halver - Bei Maßnahmen der Straßenunterhaltung bleiben die Fronten zwischen der SPD und den weiteren Ratsfraktionen unverändert verhärtet.

Nach der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen ist nun aber klar, dass es bei einer Aufteilung der verfügbaren Mittel von 40 Prozent (300 000 Euro) im Außenbereich und zu 60 Prozent in der Innenstadt bleibt. 

Ebenso klar ist seit Dienstagabend, dass die Verbindung von Krausebuche nach Schalksmühle aus Sicht der Mehrheit Priorität genießt und die Sanierung im kommenden Jahr angegangen werden soll. 

Keine Aussicht auf Umsetzung 

Eine weitere Überlegung der SPD legte der Ausschuss ebenfalls zu den Akten. Der Antrag, zu prüfen, ob die Verbindungsstraße angesichts ihrer regionalen Bedeutung an den Kreis abgegeben werden könne, dürfte keine Aussicht auf Umsetzung haben. 

Falls sich der Kreis dennoch bereit erklären würde, die Straße künftig zu unterhalten, müsse sie sich in einem komplett sanierten Zustand befinden, machte Kämmerer Markus Tempelmann deutlich. Die Kosten hierfür beziffert Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, auf etwa 1,6 Millionen Euro. 

Mit den Stimmen von CDU, UWG, Grünen und FDP geht es daher im Außenbereich nun um die Strecke nach Rotthausen. In einer ersten Abschätzung hatte Schmidt die Kosten auf insgesamt bis zu 850 000 Euro beziffert und auch technisch begründet. In diesem Fall müssten voraussichtlich drei Teilabschnitte gebildet werden. 

300 000 Euro für Straßenflächen

Was in der Praxis passiert, ist aber ohne genauere Begutachtung noch nicht exakt bezifferbar. Mit Stand von Dienstag stehen der Bauverwaltung nun die genannten 300 000 Euro zur Verfügung, mit denen möglichst viel an Straßenfläche wiederhergestellt werden soll. 

Über das weitere Vorgehen werde dann in den Folgejahren beraten, so der Tenor. Problem an der Straße ist, dass die Banketten im Lauf der Jahre völlig kaputt gefahren wurden. Die Straße ist im Ergebnis breiter als im Urzustand. Die Wiederherstellung des Asphalts und der Ränder auf der jetzigen Breite sei kostentreibend. 

Trotz der festen und deutlichen Mehrheit birgt das Thema Straßenunterhaltung immer noch genug Zündstoff für intensive Diskussionen. Die „starre Quote“ auf 60 und 40 Prozent sei Grund dafür, dass der kaputte Ohler Weg nicht instandgesetzt werde, argumentierte Jürgen Wichert (SPD).

"Legendenbildung der SPD"

Das wurde Matthias Clever dann zu bunt. „Diese Legendenbildung der SPD ist langsam nicht mehr lustig“, keilte der Grünen-Fraktionschef zurück. Der Ohler Weg stehe eben doch zur Sanierung an und befinde sich auf der Prioritätenliste der innerstädtischen Straßenunterhaltung, wenn die Vorhaben am Mühlengrund abgeschlossen seien. 

Einigkeit herrschte beim Tagesordnungspunkt nur an einer Stelle. Angesichts der Dringlichkeit der weiteren Vorhaben lehnte man fraktionsübergreifend einen Verwaltungsvorschlag ab, statt der Rotthausen-Strecke die Wohnsammelstraße von Carthausen nach Ober-Carthausen zu sanieren.

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