„Insgesamt ein gutes Jahr“ für Landwirte

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Komplett in ihrem Ämtern bestätigt wurden die Vorstandsmitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes bei der Jahreshauptversammlung auf dem Hof Maiworm. ▪

HALVER ▪ Ein Jahr der Herausforderungen, aber unterm Strich „aus wirtschaftlicher Sicht kein schlechtes“ liegt hinter den Landwirten. Das resümierte der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Thomas Wiethege kurz bei der Begrüßung zur Jahreshauptversammlung am Montagabend auf dem Hof Maiworm in Engstfeld.

Dass es bei den Mammut-Sitzungen der Landwirte nicht immer trocken und bierernst zugeht, dafür steht Thomas Apelt mit seinem Jahresrückblick der Gattung „poetischer Realismus“. Das Wetter habe mit den Landwirten einen echten Schabernack getrieben. Trockenheit im Frühjahr und Herbst, starker Regen im Sommer hätten auf dem Grünland zunächst kaum Erträge, dann mit mäßiger Qualität gebracht. Die guten Ernten bei Mais sowie Getreide und ein „ordentlicher Milchpreis“ hätten den Landwirten aber zu einer gewissen Gelassenheit und „insgesamt einem guten Jahr“ verholfen. In Kabarett-Manier blickte Apelt im Milchfluss über den Tellerrand bis nach China, erinnerte an EHEC-tische Schuldzuweisung an heimische Produzenten, die Diskussionen über Antibiotika-Einsatz bei der Massentierhaltung sowie die Enthornung von Kälbern und ließ auch die EU-Agrarpolitik nicht aus.

Markus Holzrichter ließ die Veranstaltungen und Treffen des vergangenen Jahres Revue passieren, und nach dem Kassenbericht sprach die Versammlung dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung aus. Alle drei Jahre stehen bei den Landwirten Vorstandswahlen auf dem Programm. Ein Tagesordnungspunkt, der am Montag zügig abgehandelt wurde. Vorsitzender Thomas Wiethege, der sich noch gut daran erinnern konnte, 2009 „am selben Tag mit Barak Obama auf der Titelseite“ gestanden zu haben, erklärte, dass ihm die Arbeit Spaß mache und er bemüht sei, die Landwirtschaft positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Er und sein Stellvertreter Michael Loitz seien erstaunt, wie schnell die ersten drei Jahre vergangen seien.

Neben den Vorsitzenden wurden Kassierer Henning Wolf, als Stellvertreter Harald Hager, Schriftführer Markus Holzrichter und stellvertretend Frank Becklönne wiedergewählt. Für Heidrun Mesenhöller wurde Markus Höner zum neuen Kassenprüfer bestimmt. Auch die Delegierten für den Kreisverbandsausschuss (Thomas Apelt, Ernst Berbecker und Stefan Pastoors), den Milchausschuss (Ernst Berbecker und Thomas Apelt), Öffentlichkeitsausschuss (Thomas Schmidt) sowie den Nebenerwerbsausschuss (Thomas Schmidt und Heidrun Mesenhöller) wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Forstinspektor Klaus Pokrandt konnte mitteilen, dass der Holzpreis nach wie vor stabil sei und die Waldbauern im vergangenen Jahr zum Glück von größeren Stürmen verschont geblieben seien. Bezüglich Nachfragen zu Wiederaufforstung und Abholzung empfahl er, Forstoberinspektor Ulrich Ackfeld anzurufen.

Friedrich-Wilhelm Bremicker, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft, nannte die Beiträge an den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV), die „praktisch verdoppelt worden sind“, ungerecht und ungerechtfertigt. Der WLV habe überhaupt keinen Bezug zum Waldbauernverband.

Vertreter der Landwirtschaftskammer NRW und des Kreisverbandes informierten die Landwirte anschließend über aktuelle Themen wie Flächenverbrauch und Tierschutz in der Landwirtschaft, Beratungssituation in der Milchviehhaltung oder Anpassung an ein neues Förderprogramm ▪ Yvonne Pfannschmidt

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