Breitband: Arbeiten verzögern sich

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Hans Jacksties (IT-Systemhaus Neuenrade), Christian Borchert (Innogy, Vertriebsleiter Sauerland) und Michael Eberley (Westnetz) informierten die Halveraner Bürger.

Halver - Eine Informationsveranstaltung zum aktuellen Breitbandausbau in Halver stieß am Dienstagabend im Kulturbahnhof auf große Resonanz.

Referent und Gesprächspartner war unter anderem Michael Eberley vom Verteilnetzbetreiber Westnetz, einer Tochtergesellschaft der Innogy-Gruppe, der über die Fortschritte des Breitbandausbaus in Halver berichtete. Innogy-Vertriebsleiter Sauerland, Christian Borchert, stellte die einzelnen Produkte des Telefon- und Internetanbieters Innogy vor. 

Hans Jacksties vom IT-Systemhaus in Neuenrade war ebenfalls zu Gast. Er präsentierte die neue WLAN-Technologie mit der neuesten Router-Generation des Herstellers Fritz. 

Darüber hinaus gab Bürgermeister Michael Brosch im Rahmen der Veranstaltung ein kurzes Statement ab und bedankte sich bei der Firma Innogy für die freiwillige, zusätzliche Initiative in Halver neben der Grundversorgung durch die Telekom. „Das Engagement von Innogy mit einem zusätzlichen Glasfasernetz trägt entscheidend zum besseren Breitbandausbau in unserer Stadt bei“, erklärte der Bürgermeister. 

Perspektive für Außenbereiche 

Auch für die Außenbereiche, für die bisher noch keine Versorgung über schnelles Internet in Aussicht stehe, da sie wirtschaftlich nicht attraktiv seien, sei derzeit ein Ausschreibungsverfahren des Märkischen Kreises im Gange, betonte Brosch. „Dies läuft zwar ein wenig zäh, aber ich denke, dass wir Ende des Jahres Ergebnisse haben.“ 

„Voraussichtlich wird Ende 2019 im gesamten Märkischen Kreis in allen Ortschaften mit mehr als zehn Wohnungen eine Versorgung von etwa 100 Megabit zur Verfügung stehen, sofern wir den Zuschlag bei den Bundes- und Landesmitteln bekommen, was ich für sehr wahrscheinlich halte“, versprach Brosch. 

Verschiebung ins 3. Quartal 

Bezogen auf den Anteil des Breitbandausbaus durch Innogy erklärte Michael Eberley von der ausbauenden Firma Westnetz, dass sich das Ende der Ausbauarbeiten vom ursprünglich anvisierten 2. Quartal 2018 bis zum Ende des 3. Quartals verschieben werde. Einige Gebiete seien allerdings schon jetzt komplett fertig, zum Beispiel der Bereich von Gut Vosswinkel über Anschlag bis zur Kölner Straße. Hans Jacksties, Partner der Innogy, stellte schließlich die neue Technologie Mesh für heimische WLAN-Netze vor, die diese schneller macht und in der neuen Generation von FRITZ-Routern bereits enthalten ist.

„In den letzten Jahren hat die Zahl der WLAN-fähigen Geräte extrem zugenommen“, erklärte Hans Jacksties. Dies führe dazu, dass vor allem in Wohnungen, in denen viele verschiedene WLAN-Geräte gleichzeitig benutzt werden, die Geschwindigkeit des Netzes stark in die Knie gehen kann.

 „Mit Mesh nutzen dagegen nicht alle Geräte zusammen ein WLAN-Netz, sondern die unterschiedlichen Geräte erzeugen auch mehrere Netze“, erklärt Jacksties. „Diese Netze werden dann wieder zu einem Netz zusammengefasst, das unter einem Namen läuft.“ 

Auf diese Weise werde verhindert, dass sich gleichzeitig betriebene, WLAN-fähige Geräte gegenseitig behindern und die Geschwindigkeit reduzieren. „Mir ist es wichtig, den Menschen zu erklären, dass mangelnde Internet-Geschwindigkeit oft nicht nur im externen Netz, sondern auch im WLAN-Netz eines jeden einzelnen begründet liegen kann“, so Jacksties über die individuellen Voraussetzungen in den Haushalten.

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