Initiative „Pro Halver“ benennt sich um

Peter Bell vom Heimatverein hat diesen Entwurf einer Informationstafel für den Ortseingang kreiert. Gemeinsam mit der Initiative „Pro Halver“ sollen vier solcher Hinweisschilder an den Eingangsstraßen platziert werden.

HALVER ▪ Das vergangene Jahr war für die Initiative „Pro Halver“ bereits ereignisreich: Die Konfliktlösung zur Sperrung des Bächterhofs, die Organisation des Halveraner Herbstes und des Schmalenbach-Unternehmerforums und vieles mehr – es war einiges los. Doch das Jahr 2012 wird nicht weniger spannend.

Dabei ist die Umbenennung der Initiative nur ein kleiner Teil einer ganzen Welle von Aktionen, von denen jeder Bürger profitieren soll.

Es war Punkt 20.25 Uhr, als das Aus der Initiative besiegelt war: Mit 13 zu einer Stimme votierten die Mitglieder für die Umbenennung des Vereins in „Stadtmarketing für Halver e.V.“ – eine Konsequenz aus den „Pro“-Bewegungen, die in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, wie Geschäftsführer Olaf Panne erklärte. Deren Ansinnen hat mit den Ideen der Halveraner Initiative nichts zu tun, meist sind sie von rechtem Gedankengut beeinflusst. „Oft ist eine Gruppe, die sich ,Pro‘ benennt, eher gegen etwas“, so Panne. Immer wieder sei er beim Kontakt mit Zugezogenen oder außerhalb Halvers auf Unverständnis für den Namen der Initiative gestoßen – das soll nun ein Ende haben. Allerdings stieß die Bezeichnung „Stadtmarketing“ auch auf Kritik: Andreas Jann befürchtet die Ausgrenzung der Bürger und eine Fokussierung auf Handel und Unternehmen. Eine Sorge, die Olaf Panne nicht teilen wollte: „Auch Vereine gehören für uns zum Marketing einer Stadt dazu“, sagte er.

Mit dem neuen Namen will der Verein zudem die enge Verzahnung mit einer weiteren Neuerung in diesem Jahr dokumentieren: Wie Dietrich Turck, Geschäftsführer der Firma Escha, am Mittwoch bekannt gab, hat er eine Stiftung gegründet, deren Fördergelder künftig durch den Stadtmarketing-Verein verteilt werden sollen. Der Name des Projekts: „Stiftung für Halver“.

Ein weiteres Thema war natürlich auch die probeweise Sperrung des Alten Markts: Frank Turck, erster Vorsitzender der Initiative, betonte, dass es bei Problemen im Zuge der Sperrung beim Versuch bleibe. Die Mitglieder sprachen sich jedoch unisono für eine Abriegelung zwischen Commerzbank und Einmündung Jugendheimstraße erst ab Samstagmittag nach Geschäftsschluss aus – zuletzt war von einer Sperrung direkt im Anschluss an den Wochenmarkt ab Freitagmittag die Rede gewesen. Die Forderung nach einer Einbahnstraßenregelung für die Frankfurter Straße sehen sowohl Panne als auch der zweite Vorsitzende Christian Thunig nicht zuletzt aufgrund der Gespräche mit der Stadtverwaltung kritisch.

Dass es überdies eine Menge weiterer Aktionen gibt, auf die sich der künftige Stadtmarketing-Verein in diesem Jahr konzentrieren wird, wurde beim Blick auf den Terminkalender deutlich: Darin sind etwa die verkaufsoffenen Sonntage am 29. April, 1. Juli (mit Oldtimertreffen), 30. September (mit Halveraner Herbst) und 2. Dezember (zum Weihnachtsmarkt) aufgeführt. Zudem hat die Initiative für den 25. Juni den bekannten Körpersprache-Experten Jan Sentürk nach Halver eingeladen. Er will im Rahmen eines Seminars aufzeigen, wie wichtig Körperhaltung und Mimik sind.

Ein auch für Auswärtige sichtbares Projekt soll indes in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein entstehen: An den vier großen Eingangsstraßen aus Richtung Radevormwald, Breckerfeld, Lüdenscheid und Kierspe sollen Informationstafeln aufgestellt werden, die auf bevorstehende Termine hinweisen. „Den Austausch nimmt die Initiative vor, die Vereine müssen die Termine nur melden“, erläuterte Olaf Panne gestern im Gespräch mit unserer Zeitung die Pläne, deren Realisierung aber noch von mehreren Faktoren abhängt: unter anderem der Genehmigung seitens der Stadt und des Landesbetriebs Straßen.NRW. ▪ Frank Zacharias

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