Info-Abende zur Sekundarschule

Dr. Heinfried Habeck hat die Fragebögen ausgewertet.

Halver - Die Eltern von Grundschulkindern benötigen noch deutlich mehr Informationen über die Humboldtschule, die geplante Sekundarschule in Halver, als sie bisher haben. Das ist das Ergebnis von Schulentwicklungsforscher Dr. Heinfried Habeck, der in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit Halveraner Eltern geführt hat.

Insbesondere die Diskussionen mit den Schulpflegschaften der Grundschulen hätten gezeigt, so der Berater der Stadt, dass Informationsdefizite bestehen.

Aus diesem Grund steht unter anderem auch schon fest, dass es zu Beginn des nächsten Schuljahres Informationsveranstaltungen geben wird: Die Eltern der Lindenhofschule werden für den 1. September um 18 Uhr eingeladen, die der Grundschule „Auf dem Dorfe“ für denselben Tag, allerdings um 20 Uhr. Beide Veranstaltungen würden, so Habeck, rund 90 Minuten dauern.

Das gilt ebenfalls für die Informationsveranstaltung in der Grundschule Oberbrügge, die am 2. September ab 18 Uhr stattfindet. Schließlich wird auch noch für den 13. September ein „Tag der offenen Tür“ in der Realschule geplant, in dem es dann ein Klassenzimmer geben wird, das nach den Kriterien der Sekundarschule eingerichtet ist. Der Tag der offenen Tür findet in der Zeit von 9.30 bis 15.30 Uhr statt.

Um genauer zu erfahren, was die Eltern künftiger „Humboldtschüler“ noch wissen wollen, hatte Heinfried Habeck einen Fragebogen entworfen und diesen mit der Stadt abgestimmt. Und die Eltern hätten den Fragebogen in sehr großer Zahl beantwortet. Die Auswertung der Antworten habe deutlich Schwerpunkte erkennen lassen: Ein wichtiges Thema ist dabei, wo die Humboldtschüler künftig zur Schule gehen und wie die Klassenräume aussehen.

Neben dem neuen Raumkonzept, das in der Realschule umgesetzt werden soll, interessiert die Eltern auch, „wann alles amtlich ist“. Ob es später räumliche Ausweitungen, beispielsweise auf die Räume der Ganztagsschule geben wird, ist noch offen. Die Stadt werde bald klare Antworten liefern. Derzeit würden noch intensive Gespräche mit der Realschule geführt, denn dort will man die neuen fünften Klassen einrichten – wie dies aussieht, das können sich Interessierte im Rahmen des Tages der offenen Tür ansehen.

Ein anderer Schwerpunkt, der sich aus der Auswertung der Fragebögen ergab, war die Frage nach dem Lernniveau der Humboldtschule. Dabei geht es um die Themen „Differenzierung“, „Stundentafel“, „Hausaufgaben“ und letztlich auch um „mögliche Abschlüsse“. Konkrete Antworten darauf sollen die Eltern bei den Info-Abenden in den Grundschulen erhalten. Der Allgemeine Anzeiger wird ebenfalls in regelmäßigen Abständen über die Humboldtschule informieren.

Dabei können dann schon Antworten gegeben werden auf Fragen wie „Was bedeutet Ganztag?“, „Werden die Vereine beteiligt?“, „Wird in der Schule Mittagessen angeboten, zu welchem Preis?“ Das Konzept und der Flyer für die Eltern wird entsprechend neu aufbereitet. Ebenso interessiert die Eltern, wer an der Humboldtschule unterrichten wird – ob es Lehrer von den Halveraner Schulen oder neue sind.

Ein ganz anderer Aspekt, der von den Eltern gekommen sei, ist die Frage nach der Unterstützung der neuen Schule. Habeck verweist auf das neu gebildete „Team Humboldt“, das die Einrichtung unterstützt (wir berichteten). Diesem gehören unter anderem, so erläutert der Berater vom Institut für Schulentwicklung (IFS) der Technischen Universität Dortmund, die Schulpflegschaftsvorsitzenden sowie die Schulleiter der Halveraner Grundschulen, die Leiter von Ganztags- sowie Realschule und Anne-Frank-Gymnasium an. Außerdem arbeiten Vertreter der Wirtschaft und der Ratsparteien mit. Neben den Informationsveranstaltungen Anfang September – dazu sind die Eltern aller Grundschulklassen eingeladen – sollen weitere Gespräche, so Dr. Habeck, auch in Zusammenarbeit mit Dolmetschern (türkisch, griechisch, russisch) angeboten werden. - det

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