Digitaler Impfpass

Impfpass: Große Nachfrage in Apotheken zeitweise mit Problemen

Digitaler Impfpass, Apotheke, Atlantis-Apotheke, Halver
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In der Atlantis-Apotheke wurden in anderthalb Tagen 200 digitale Impfpässe ausgestellt.

250 Halveraner haben in den ersten zwei Tagen bereits einen digitalen Covid-19-Impfausweis beantragt. Ausgestellt haben diese die zwei Apotheken der Stadt, die Atlantis-Apotheke an der Mittelstraße und die Alte-Hirsch-Apotheke an der Frankfurter Straße. Das lief nicht ganz ohne Probleme.

Halver – „Wir machen nichts anderes mehr“, sagt Siegbert Schomann, Leiter der Atlantis-Apotheke. „Die Nachfrage ist durchaus groß“, sagt auch Corinna Eschbach, Apothekerin an der Frankfurter Straße (Alte-Hirsch-Apotheke). Seit es die Möglichkeit gibt, wird sie auch genutzt. Und das merkt man auch an der Technik.

Direkt am Dienstagmorgen ging nichts mehr, heißt es von beiden Apotheken. Die generierten QR-Codes konnten nicht heruntergeladen werden. Die Personen mussten auf den kommenden Tag vertröstet werden.

Das Problem ist nicht überraschend

Tausende Apotheken greifen deutschlandweit auf denselben Server zu. Siegbert Schomann wundert es daher nicht, dass die Übermittlung nicht einwandfrei funktioniert. Doch die Termine für die Ausstellung sind vereinbart, die Geimpften kommen mit den gelben Pässen vorbei. Den ganzen Tag und auch nach Feierabend versuchen die Apotheker, die nötigen Unterlagen herunterzuladen, und hoffen, dass das System am Mittwoch wieder ohne Probleme funktioniert.

Gerechnet habe man mit dem Andrang nicht, aber die Apotheker wundern sich nicht mehr und erinnern sich an die langen Schlangen vor der Tür, als jeder Masken kaufen wollte. „Das wird jetzt eine Woche dauern, dann ist das Thema durch“, sagt Schomann. Ganz verstehen kann er den Wirbel um den digitalen Pass nicht – erst recht nicht die Eile. „Die Leute buchen sich ein, als würde es morgen keine Termine mehr geben.“

Besonderes Augenmerk auf Echtheit der Pässe

Eine ältere Frau fragte nach der Ausstellung, was sie mit dem QR-Code jetzt machen muss. Auf die Antwort hin, dass dieser mit dem Handy gescannt werden muss, entgegnete sie, dass sie gar keins habe. Wieder andere wurden erst vor einem Tag zum zweiten Mal geimpft und beantragen sofort den digitalen Pass – obwohl er erst in zwei Wochen seine Gültigkeit bekommt, wenn man als vollständig geimpft gilt. Als wäre es auf Vorrat, meint Schomann.

Ein besonderes Augenmerk legen die Mitarbeiter auf die Echtheit der Impfpässe. „Es sollen viele Fälschungen im Umlauf sein“, sagt Corinna Eschbach und bezieht sich auf die Hinweise des Apothekerverbands. Man stellt daher nur denjenigen den Pass aus, der bei den lokalen Ärzten geimpft wurde. „Da kennen wir die Unterschriften.“ Man fragt nach, bestätigt auch der Leiter der Atlantis-Apotheke, wenn etwas auffällig ist. Unter den Geimpften sind auch häufig jene, die im Impfzentrum in Lüdenscheid geimpft wurden. Diese bekommen eigentlich Post und müssen zum Nachtragen nicht in die Apotheke, sagt Corinna Eschbach. Wer erst jetzt das erste oder zweite Mal geimpft wird, bekommt das Zertifikat direkt beim Arzt oder Impfzentrum.

Wichtiger Hinweis

Wer in der Atlantis-Apotheke am Montag einen digitalen Covid-19-Impfpass beantragt hat, wird gebeten, der Vollständigkeit halber noch einmal zur Mittelstraße zu kommen. Fälschlicherweise wurde nur die zweite Impfung dokumentiert. Die erste kann noch nachdokumentiert werden. Termine können unter coronahalver.de gemacht werden. In die Alte-Hirsch-Apotheke kann man ohne Termine kommen.

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