Nach 17 Jahren wird der Leerstand behoben

Immobilie im MK verkauft: Praxis und Wohnung im ehemaligen Supermarkt

Licht hinter den Schaufenstern des Halveraner Supermarkts. Der Umbau des Gebäudes mit Wohnungen und Praxis hat begonnen.
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Licht hinter den Schaufenstern des Halveraner Supermarkts. Der Umbau des Gebäudes mit Wohnungen und Praxis hat begonnen.

Ein Leerstand wird nach 17 Jahren endgültig behoben. Nachhaltig und innovativ wird ein alter Supermarkt umgewandelt.

Halver – Mehr als 17 Jahre steht der alte Brücken-Markt an der Helle leer. Nur kurze Unterbrechungen waren es, etwa als ein Computer-Laden oder zuletzt ein türkischer Supermarkt ihr Glück dort versuchten. Aber von Dauer war nichts. Nur im hinteren Teil des alten Lebensmittelgeschäfts von Michael Brücken zog vor rund fünf Jahren der Minigolf-Club ein, und betreibt seitdem die Indoor-Minigolfhalle. Das Gebäude an der Ecke wurde jetzt verkauft und wird umgebaut. Die Arbeiten haben begonnen. Entstehen wird etwas ganz Neues.

Der Halveraner Waldemar Wiebe ist der neue Eigentümer des alten Gebäudes mit Geschichte, an die sich viele Halveraner noch erinnern. Selbst Wiebe kaufte früher im Brücken-Markt ein. Aus einer Idee für das leer stehende Haus wurde ein Konzept, das Wiebe in die Tat umsetzt. Schon lange vor dem Kauf, erzählt Wiebe, habe er mit dem Objekt geliebäugelt. Fast täglich fuhr er an dem Leerstand vorbei und wurde immer neugieriger. Er selbst betreibt seit mehr als 20 Jahren in Halver einen Natursteinfachhandel an der Märkischen Straße. Mit Immobilien aber hatte der Halveraner bisher keine Erfahrung, das Haus an der Helle ist sein erstes Projekt dieser Art.

Der alte Brücken-Markt wird umgebaut. An der Helle enstehen Wohnungen und eine Praxis. Auf das Gebäude kommt eine weitere Etage.

Die einstige Verkaufsfläche wird zu einer Praxis auf zwei Etagen mit sechs Behandlungsräumen umgebaut. Durchbrüche in die untere Etage sind bereits erfolgt, die Firma bbs Kozalla aus Lüdenscheid hat mit dem Treppeneinbau begonnen. Auch ein Fahrstuhl wird folgen. So wird es barrierefrei ins Obergeschoss gehen, das es bisher zwar noch nicht gibt, aber auch das wird aufgebaut, wie Waldemar Wiebe sagt. „Es ist das niedrigste Gebäude in der Umgebung, also stocken wir auf“, sagt der 53-Jährige. Jetzt nutzt er die Chance und schafft Fläche, die fünf Wohneinheiten möglich macht. In Großstädten, sagt Wiebe, sei dieses Vorgehen üblich. So werde Fläche, die bereits versiegelt ist, ausgenutzt. Das sei nachhaltig und klimafreundlich. Die Lage dazu ist optimal. Nah am Stadtkern, umgeben von den Restaurants Martas und Cento Lire und vielen Parkmöglichkeiten am Berliner Platz. Praktisch sowohl für neue Mieter, als auch für Praxen.

Von innen und außen wird das Gebäude an der Helle erneuert.

Wer in die Praxis zieht, ist noch nicht klar. „Hochmodern“ wird sie ausgebaut, sagt er. Er könnte sich eine Physiotherapie gut in den Räumen vorstellen, konkret sei aber noch nichts. Bürgermeister Michael Brosch begrüßt die Stadtentwicklung und freut sich über die Initiative eines Halveraners. „Wir brauchen das dringend“, sagt Brosch und meint Wohnraum. Und die Praxis werde auch schnell vermietet sein, ist er sicher.

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