Immer wieder Ärger wegen illegaler Müllentsorgung

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Leere Becher, Plastikmüll und Essensreste verteilen sich derzeit in Niederplanken über die anliegenden Felder. Immer wieder wird Müll im Wald oder an Straßen illegal entsorgt oder während der Fahrt aus dem Fenster geworfen.

Halver - Wurstverpackungen, Milchtüten und eine halb leer gefutterte Chipstüte sind aus dem prall gefüllten, blauen Müllsack gefallen, der in der Mitte aufgerissen ist. Langsam weht der Wind den Plastik- und Restmüll auf das angrenzende Getreidefeld und verteilt ihn großflächig in Halvers Natur. Von einem Mülleimer fehlt weit und breit jede Spur.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen ihren Müll irgendwo, an irgendeiner Straßenecke entsorgen. Ob gefüllte Müllsäcke, Papiertüten einer Fast-Food-Kette oder gleich ganze Kühlschränke und Waschmaschinen – der Weg in den Wald scheint oftmals einfacher zu sein, als der Weg zum Mülleimer. Auch die vielbefahrenen Strecken an den Hauptverkehrsstraßen in und um Halver – beispielsweise die Bundesstraße 229 Richtung Oeckinghausen oder Radevormwald – gleichen oft einer Müllhalde, weil Verkehrsteilnehmer den Kaffee-To-Go-Becher lieber eben aus dem Fenster werfen, als ihn daheim im eigenen Mülleimer zu entsorgen.

Unsere Frage an die Leser:

Ärgern Sie sich über illegale Müllentsorgung oder kennen Sie einen Ort, an dem häufig Müll verbotenerweise weggeschmissen wird? Dann schreiben Sie uns oder rufen Sie an: aa@mzv.net oder 0 23 53/91 21 94.

„Das ist eine unmögliche Situation und es ärgert mich fürchterlich“, sagt Lutz Eicker vom städtischen Ordnungsamt. Immer wieder müsse er die Mitarbeiter vom Baubetriebshof losschicken, um den illegal entsorgten Müll einiger Leute einzusammeln. Um die Müllhalden im Wald oder an der Straße ausfindig machen zu können, setzt er die Mithilfe der Bürger voraus. „Wer etwas sieht, sollte sich beim Ordnungsamt unter der Rufnummer 0 23 53/7 31 32 melden, damit wir ausrücken können“, bittet Eicker.

Warum immer wieder Müll illegal entsorgt wird, kann der Leiter des Ordnungsamtes nicht verstehen. Die Entsorgungssituation in Halver – ebenso wenig in den umliegenden Städten – mache solche Aktionen eigentlich nicht nötig. Und jeder Einsatz des Baubetriebshofes bringt Kosten mit sich, die auf die Allgemeinheit umgelegt werden müssen. Eicker: „So hat hinterher jeder etwas von diesen dummen Aktionen.“

Und auch wenn es oftmals aussichtslos ist: Die Hoffnung, einen Verursacher schnappen zu können, ist da. „Manchmal verrät ein Brief mit Anschrift im Müll den Übeltäter.“ Der bekommt dann eine Anzeige, auf die eine empfindliche Geldstrafe folgt. „Leider gelingt das in den seltensten Fällen.“

Für diejenigen, die während der Fahrt ihren Reisemüll aus dem Fenster fliegen lassen, findet Lutz Eicker deutliche Worte: „Das ist schlechte Erziehung, Ignoranz und grenzenlose Dummheit.“ Dazu gehören nicht nur leere Zigarettenschachteln und Kaffeebecher, sondern auch die verpackungsreichen Überbleibsel nach dem Besuch eines Fast-Food-Restaurants. - von Friederike Domke

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