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„Sie schaffen es nicht mehr alleine: Immer mehr Familien müssen zur Tafel

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Von: Sarah Lorencic

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Die Frankfurter Tafel versorgt rund 25 000 Menschen mit Essen.
Die Tafel Halver-Schalksmühle hat in kurzer Zeit das Dreifach an Menschen zu versorgen. © Renate Hoyer

Alles wird teurer, die Anzahl der Bedürftigen wird immer größer. Die Tafel bekommt immer mehr Zulauf, aber immer weniger Lebensmittel. Wie soll es weitergehen?

Halver/Schalksmühle – Die Situation bei der Tafel Halver-Schalksmühle hat sich weiter verschlechtert. Wie Astrid Lehmann auf Anfrage sagt, hat sich in den vergangenen drei Monaten die Anzahl der Bedürftigen, die zur Tafel kommen, verdreifacht – und das bei immer weniger Lebensmitteln, die die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei den Supermärkten abholen können.

Dort werde zum einen immer besser kalkuliert, sodass keine Lebensmittel abgegeben werden können, und zum anderen sind einige Produkte aufgrund des Ukraine-Kriegs rar und stehen auch nicht immer zum Verkauf. Der Mangel ist vor allem bei Trockenwaren und haltbaren Lebensmitteln zu spüren, wie Lehmann sagt.

„Sie schaffen es nicht mehr alleine“

Der Zuwachs an Bedürftigen ist nicht allein auf die Ukraine-Flüchtlinge zurückzuführen. Stattdessen seien es immer mehr Familien in Halver und Schalksmühle, die die Hilfe der Tafel in Anspruch nehmen müssen. „Sie schaffen es nicht mehr alleine“, sagt Lehmann.

Während Bedürftige mehr werden, werden es immer weniger Ehrenamtliche bei der Tafel. Sie sind dringend nötig für das Abholen von Lebensmitteln bei Supermärkten, beim Sortieren und Verteilen. Am Mittwoch, 10. August, findet die erste Ausgabe seit der Sommerpause statt. Drei Wochen hat die Tafel pausiert. „Die Mitarbeiter konnten nicht mehr“, sagt Lehmann. Die Nutzer der Tafel wurden frühzeitig informiert und haben bei der letzten Ausgabe mehr als sonst mitbekommen. Jetzt beginnt wieder die wöchentliche Ausgabe, mittwochs in Schalksmühle von 15 bis 17 Uhr und freitags in Halver.

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