Imker appellieren an Landwirte

Wollen bald viel Honig ernten: Die heimischen Imker haben im Rahmen der Jahreshauptversammlung die neue Saison besprochen. ▪ Weber

HALVER ▪ Imker haben zurzeit richtig viel zu tun: Die warmen Temperaturen haben nämlich die Bienenvölker mobilisiert – die Königinnen legen nach langer Winterpause wieder ihre Eier. „Eine kritische Phase für uns“, sagt Herbert Müller, Vorsitzender des Imkervereins Halver-Schmidthausen.

Denn: Noch haben die Bienen nicht genug Nahrung. Wenn sie nichts bekommen, können sie innerhalb von nur ein, zwei Tagen verhungern. Müller: „Wir müssen auf der Hut sein und sie füttern.“ Natürlich mit Honig.

Und noch etwas macht den Imkern Sorge: In vier Wochen werden die jungen, frisch geschlüpften Bienen die wichtigsten Sammler sein. Genau zu der Zeit, wo auch der Löwenzahn blüht. „Für die Bienen ist das die beste Fracht überhaupt. Und der erste wunderbare Honig im Jahr“, meint Herbert Müller. Doch: Die Landwirte mähten oder düngten den Löwenzahn meist viel zu früh ab. Die Imker appellieren also an sie, ihn etwas länger stehen zu lassen.

Aber nicht nur dieses Thema beschäftigte die heimischen Bienen-Experten im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend. Sie sind schon länger auf der Suche nach einem geeignetem Raum, zum Beispiel um ihre Utensilien aufzubewahren. „Wir haben bereits Gespräche mit der Stadt oder dem SGV geführt. Aber das passte alles nicht“, erklärt Müller.

Auch Wahlen standen an: Karin Riedel übernimmt das Amt der Schriftführerin von Daniela Rode. Carola Schmale ist ihre Stellvertreterin. Die anderen Vorstandsposten mussten nicht neu besetzt werden. Und so bleiben Vorsitzender Herbert Müller, zweiter Vorsitzender Johannes Polei, Kassierer Eberhard Rachui und Beisitzer Ralf Thimm in ihren Ämtern. Derzeit hat der Verein 38 Mitglieder aus Halver, Schalksmühle, Hagen, Breckerfeld und Wipperfürth. Sie treffen sich einmal im Monat. ▪ Lisa Weber

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