Förderschule an der Susannenhöhe

Illegale Skater und laute Forstarbeiter: Anwohner ärgern sich über Schandfleck im MK 

Skaterampen und Graffiti: Der jahrelange Leerstand der Schule an der Susannenhöhe wurde auch von Jugendlichen genutzt.
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Skaterampen und Graffiti: Der jahrelange Leerstand der Schule an der Susannenhöhe wurde auch von Jugendlichen genutzt.

Die Wände sind mit Graffiti beschmiert, Bierflaschen stehen am Rand und so gut wie jede Fensterscheibe ist eingeschlagen. Aber das soll bald ein Ende haben.

Halver – Es sieht nach Party an einem versteckten, abgelegenen Ort aus. An der alten Schule an der Susannenhöhe wurden aus Sperrmüllresten Rampen zum Skaten gebaut. Die Wände sind mit Graffiti beschmiert, Bierflaschen stehen am Rand und so gut wie jede Fensterscheibe ist eingeschlagen. „Das haben wir damals gehört“, erinnert sich eine Anwohnerin. Es verwundert wenig, dass immer neue Plätze auftauchen, die Jugendliche für sich nutzen. Die Skaterbahn an der Katrineholmstraße ist abgebaut und auch sonst ist das Angebot für Jugendliche in Halver mau. In Zeiten des Lockdowns war der Ort ein beliebter Treffpunkt, der häufig vom Ordnungsamt aufgesucht wurde, erzählt Klaus-Dieter Lau von der Ordnungsbehörde der Stadt.

Aber die Abende, an denen Jugendliche ihre Zeit am Lostplace im Halveraner Industriegebiet vertreiben, sind schon viele Wochen her. Ein weiterer Anwohner erinnert sich gut an die jungen Erwachsenen, die mit einem Auto kamen. Jetzt kommen sie nicht mehr. Skateanlagen tauchen derweil immer mehr in den Wäldern rund um Halver auf.

Sämtliche Scheiben wurden eingeschlagen, Scherben liegen herum.

Der Platz rund um die Schule wird derweil als Stellplatz für Forstfahrzeuge genutzt. Und der Innenhof der Schule diene sonntags nicht selten als Werkstatt, um Lkw zu reparieren, erzählt ein Anwohner, der sich über die Verwüstung ärgert, die mittlerweile durch die schweren Maschinen entstanden ist.

Das bleibt nicht aus, sagt Astrid Becker von der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Halver. Die Vorsitzende kann die Anwohner verstehen, bittet aber auch um Verständnis. Die Beschwerden kamen auch bei der FBG an. Gebeten wurden die Mitarbeiter wenigstens einmal wöchentlich aufzuräumen. „Wenn die letzte Fichte gefallen ist, machen wir dort einen Frühjahrsputz“, sagt sie.

Eigentümerwechsel: Stadt räumt Gebäude leer

Die Anwohner bedauern den Zustand des Gebäudes, das seit 2014 keine Schule mehr ist. Zeitweise waren Flüchtlinge untergebracht, mittlerweile steht es einfach nur leer. „Es ist zu einem Schandfleck geworden.“ Doch es gibt einen Lichtblick. Bei den Anwohnern ist bereits die Nachricht angekommen, dass das Gebäude verkauft sein soll. Und nach AA-Informationen wird es bald einen Eigentümerwechsel geben. Genaueres ist noch nicht öffentlich.

Die Schule wurde in den letzten Wochen ausgeräumt, wie Lutz Eicker vom Ordnungsamt erzählt. Betten und Matratzen, die für die Flüchtlinge genutzt wurden, hat die Stadt herausgeräumt und lagert sie nun ein. Aufgrund der eingeschlagenen Scheiben wurde vieles mit den Jahren feucht und musste entsorgt werden. Für das restliche Inventar im alten Schulgebäude wurden jetzt auf dem Schulhof Parkverbotsschilder aufgestellt, damit keine Lkw den Platz zuparken. Der wird in Kürze für Container benötigt. Das Gebäude wird leer geräumt. Dann wird es in neue Hände gehen.

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