Regionale 2025

Still ruht die Regionale 2025 - Bürger haben keine Ideen

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Die Ideen für die Regionale 2025: Bisher gibt es einen einzigen Post auf der Ideen-Plattform im Internet.

Halver/Volmetal - Zwei Wochen nach Auftakt der Bürgerbeteiligung am Förderprogramm Regionale 2025 ist die Pinnwand für Ideen leer wie am ersten Tag der Inbetriebnahme der Website www.ideenwand-obenandervolme.de.

„Es geht los. Freu mich!“, hat eine ominöse „Maria“ am 26. März auf die virtuelle Ideenplattform gepostet, ansonsten ist die Korktapete auf dem Bildschirm unverändert nackt. Dabei drängt eigentlich die Zeit. Die ersten drei Wochen im Mai sollen die entscheidende Phase sein. 

Dann sollte die Beteiligung der Bürger Oben an der Volme und aus Herscheid anlaufen. Auch mit Handzetteln können sich die Menschen in Halver und Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe und auch Herscheid in den Regionale-Prozess einbringen. Zu sehen ist von den Ideen und Vorschlägen allerdings zurzeit noch nichts. 

Spätestens am 21. Mai müsste sich das geändert haben. Dann hält der Ideenbus zum Fest der Ideen am Kulturbahnhof. Und dann könnte bei Getränken, Speisen, Live-Musik und Kinder-Action die Gefahr bestehen, dass es Oben an der Volme gar nichts zu diskutieren gibt – zumindest, wenn es so weitergeht wie bisher. Dass es offenbar auch anders laufen kann, zeigt der Blick in die weiteren Teile der Region Südwestfalen, die zum zweiten Mal kurz hintereinander die Chance erhalten hat, sich mit erheblichen Fördermitteln für die Zukunft aufzustellen. 

Sternevergabe für Projekte

Während Mitte April für die Volmekommunen die Regionale-Seite ans Netz ging, kam es fast zeitgleich zu einem interessanten Treffen im Kreishaus in Soest. Dort freute sich Eva Irrgang, Soester Landrätin und aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende der Südwestfalen-Agentur, elf Projekte mit dem ersten Stern auszeichnen zu können. Die Vergabe dieser Sterne gibt Aufschluss darüber, ob Vorhaben als grundsätzlich realisierbar und förderfähig eingeschätzt werden. Mit der weiteren Qualifizierung der Projekte gibt es am Ende Stern Nummer 3 und damit verbunden die Förderzusage.

Das Verfahren hatte sich bereits bei der Regionale 2013 bewährt, die den Kommunen erhebliche städtebauliche und andere Fördermittel in die Kassen gespült hatte. DNA, so heißt das Leitmotiv der kommenden Regionale. Digital, nachhaltig und authentisch sollen die Ideen sein, mit denen sich der ländliche Raum neu aufstellen und zukunftsfähiger machen soll.

Beispiele für Regionale-Projekte

In Menden und Arnsberg mündet das beispielsweise in ein Projekt „landmobil 2025“ für ein Mobilitätsmodell mit autonomen, kleinen Elektrobussen. Siegen möchte das Siegerlandmuseum erweitern, kulturelle Bildung vermitteln und dort – unter anderem durch Umbau eines früheren Bunkers – einen Ort zum Lehren und Lernen schaffen. Lüdenscheid will seine Denkfabrik digital weiterentwickeln mit Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen, spezialisiert auf digitale Kunststoff-, Gebäude- und Umformtechnik. Das sind drei von elf Beispielen aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Bildung, Wirtschaft und Arbeit. 

Dabei sei allerdings der Zeitfaktor nicht das entscheidende Kriterium, hieß es bei der Sternenvergabe in Soest. Man befinde sich noch in der Aktivierungsphase, sagten dort Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen-Agentur. Noch mindestens bis Ende 2021 bestehe die Möglichkeit, Projektideen einzureichen.

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