Ideen sammeln für das Leader-Projekt

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Die Leader-Managerinnen Susanne Neumann (links) und Friederike Schriever sammelten am Dienstag Projektvorschläge.

Volmetal - Lebenswerte Dörfer – wie können die im oberen Volmetal in der Zukunft aussehen? Dieser Frage gingen Friederike Schriever und Susanne Neumann vom Leader-Regionalmanagement am Dienstag im Schieferhaus an der Frankfurter Straße 39 nach.

Zum Gedankenaustausch unter der Überschrift „Ideenschmiede“ waren Vertreter aus allen vier Kommunen der Leader-Region oberes Volmetal gekommen.

Die Teilnehmer aus Halver und Schalksmühle hatten bereits sehr konkrete Vorschläge im Gepäck. So berichteten David Buck und Kristian Hamm von den Vorstellungen zur Quartiersoptimierung in Oberbrüggge-Ehringhausen: „Als Einwohner dort habe ich die schwierige Entwicklung des Ortes in den letzten zwei Jahren mit erlebt“, verwies Kristian Hamm auf die Schließung des Aldi-Markts, des für 2018 anstehenden Rückzugs der katholischen Kirche aus der Kinderbetreuung und des Kampfes um den Erhalt der Grundschule.

Um diese Negativ-Entwicklung zu stoppen, sucht das Team aus dem Haus Waldfrieden zusammen mit möglichst vielen der rund 2200 Anwohnern aus Oberbrügge-Ehringhausen nach kreativen Lösungsmöglichkeiten, die zu mehr Lebensqualität führen. Dazu gehören die Verbesserung der Nahversorgung, ein Kindergarten, ein zentraler Dorf-Treffpunkt und mehr Angebote für ältere Mitbürger.

Zwei „zeitnahe“ Projekte

„Das Einkaufstaxi und die Fortführung des Kindergartenangebots sind Projekte, die wir zeitnah umsetzen wollen“, so Kristian Hamm. Ein Dorfladen mit angegliedertem Café als Treffpunkt ist ebenfalls angedacht.

Einen zentralen Treffpunkt strebt auch Bernd Eicker für seinen Wohnort Schwenke an. Außerdem soll es einen Mehrgenerationenplatz im Bereich der bestehenden Sportanlage geben. Zusätzlich möchten die Anlieger ihren Ort als Schnittstelle zwischen Bergischem Land und Sauerland etablieren – beispielsweise durch die Verknüpfung der Wanderwege „Bergischer Panoramasteig“ und „Sauerland Höhenflug“. „Der Halveraner Ortsteil Schwenke ist aus Sicht des Bergischen Landes das erste Dorf auf südwestfälischem Gebiet“, warb Eicker für die Initiative.

Klassenzimmer auf historischem Bauernhof

Hans Allefeld aus Heinken-Hedfeld möchte sich hier gern anschließen. Auf seinem historischen Bauernhof will er für Wandergruppen sowie Schul- und Kindergartenkinder ein „Grünes Klassenzimmer“ einrichten.

Ralf Bechtel, Leader-Beauftragter der Gemeinde Schalksmühle, erläuterte die Idee, den Glörpark in Dahlerbrück zum Mehrgenerationen-Treffpunkt zu entwickeln. Eine gut besuchte Bürgerversammlung hat es dazu schon gegeben. Nach Ostern folgt ein Termin für interessierte Vereinsvertreter. „Unser Ziel ist ein stimmiges Gesamtkonzept,“ so Bechtel. Er hofft dabei auf die Unterstützung von Friederike Schriever und Susanne Neumann.

Um die zu bekommen, so machten die beiden Mitarbeiterinnen des Managementbüros klar, muss ein Projekt innovativ und nachhaltig sein. Die Vorstellungen der Initiatoren sollten klar aufgezeigt und der Gewinn für die Bürger deutlich werden. Aber zu eng darf man die Vorgaben nicht sehen. „Leader bedeutet auch – man darf mal etwas ausprobieren“, ermunterte Neumann zur Vorstellung weiterer Ideen.

So wurde am Dienstag auch über Dorf-Gemeinschaftsautos, Fitnessparcours für alle Altersklassen, Bürgergärten und die Errichtung von Mitnahme-Bänken als Ergänzung zum Bürgerbusangebot gesprochen.

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