Klimaschutz 

Bürger beim Klima gefragt - Ideenkarte online

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Vorschlag im Süden: der Bau eines Radweges an der L528. Der rote Punkt weist auf die Ampelschaltungen auf der Landesstraße hin, die Pkw und Lkw in den Stop-and-go-Verkehr zwingen

Halver -  Einige Ideen haben Halveraner Bürger online bereits geäußert, weitere sollen für ein Klimaschutzkonzept gesammelt werden. 

Mehr und bessere Radwege in Halver, intelligentere Ampelschaltungen insbesondere rund um die Umgehungsstraße sowie eine Optimierung auch der Fußwegbeziehungen im Hohenzollernpark. Das sind die ersten Wünsche, die Halveraner Bürger in die interaktive Ideenkarte für ein Klimaschutzkonzept in Halver eingetragen haben, zu finden unter www.halver.de. 

Klimaschutz ist in aller Munde, aber noch haben nicht alle Kommunen ein eigenes Klimaschutzkonzept. Im Märkischen Kreis haben sich acht Städte und Gemeinden gemeinsam auf den Weg gemacht, das zu ändern. 

Dabei sind auch die vier Volmekommunen Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen, Kierspe sowie die Gemeinde Herscheid. Außerdem beteiligen sich Plettenberg, Neuenrade und Nachrodt-Wiblingwerde. Koordiniert wird die gemeinsame Initiative, die durch das Bundesumweltministerium gefördert wird, von der Klimaschutzbeauftragten des Märkischen Kreises, Petra Schaller. 

Kooperationsvereinbarung als Voraussetzung

Eine Kooperationsvereinbarung, die Voraussetzung für die Förderung war, wurde von den Bürgermeistern und dem Landrat im August 2018 unterzeichnet. Der Zuwendungsbescheid erging im Frühjahr dieses Jahres. Den Zuschlag, die Klimaschutzkonzepte für die acht Kommunen zu erstellen, erhielt das Büro Gertec aus Essen, das seine Arbeit am 1. Juli aufgenommen hat. Ralf Bechtel von der Gemeinde Schalksmühle und Peter Kaczor von der Stadt Halver erläuterten jetzt das Vorgehen. Eine Lenkungsgruppe mit Vertretern aus Rat und Verwaltung aller beteiligten Kommunen sowie ein Beirat mit Mitarbeitern der Verwaltungen und Energie-Experten begleiten den Prozess und sorgen für den Informationsaustausch untereinander und in die kommunalen Gremien. 

Zuerst wird in allen Kommunen eine Energie- und Treibhausgasbilanz erstellt. Darauf aufbauend werde dann gemeinsam mit Experten geschaut, an welchen Stellschrauben etwas für den Klimaschutz getan werden kann. 

Vier Themenfelder

Vier Themenfelder sind dafür vorgesehen: Mobilität, Umweltbildung, energetische Sanierung im Wohnungsbau und Klimaschutz in der Wirtschaft. Bereiche, in denen die Kommunen selbst aktiv werden können oder bereits einiges für die Energieeffizienz getan haben, sind das eine. Da geht es zum Beispiel um Straßenbeleuchtung, Elektro-Fahrzeuge als Dienstwagen oder auch um Solaranlagen auf kommunalen Gebäuden. Daneben ist eine intensive Öffentlichkeitsbeteiligung erwünscht, um möglichst viele Bürger und Unternehmen ins Boot zu holen. 

Seit Mitte November ist inzwischen eine Online-Plattform verfügbar, auf der bis Mitte Januar Vorschläge zum Klimaschutz eingereicht werden können, erreichbar ist sie über die Internetseiten der beteiligten Kommunen. Außerdem soll es im Frühjahr Klimacafés geben, in denen Bürger ihre Ideen und Fragen zum Klimaschutz loswerden können. Jeder einzelne ist gefragt, etwas für den Klimaschutz zu tun – und Nutzen daraus zu ziehen, zum Beispiel durch Einsparungen bei den Energiekosten. Deshalb soll auch über Förderungen und Beratungsangebote informiert werden. 

Im Juni sollen die Konzepte vorgestellt werden

Im Juni 2020 sollen die Klimaschutzkonzepte vorgestellt und in den Räten verabschiedet werden. Sowohl Bechtel als auch Kaczor können sich vorstellen, dass die Kooperation damit nicht beendet ist. Denkbar wäre zum Beispiel ein gemeinsamer Klimaschutzbeauftragter für die Volmekommunen – aber solche Entscheidungen liegen bei der Politik.

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