Hund am Oesterberg getötet

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Auf dieser Wiese am Oesterberg soll der Jack-Russell-Terrier getötet worden sein. ▪

HALVER ▪ „Ich kann das alles noch gar nicht glauben“, sagt Barbara Sczesny. Die Remscheiderin trauert um ihren Hund, der am Oesterberg vermutlich totgetreten oder -geschlagen wurde.

Barbara Szesny ist seit Freitag zu Besuch bei ihrer Schwester Ulrike Petersen. Am Sonntagvormittag ging die Remscheiderin mit ihrem Hund „Mäxchen“ Gassi. Wieder vor dem Haus am Oesterberg angekommen, in dem ihre Schwester wohnt, lief der zwei Jahre alte Jack-Russell-Terrier nach Angaben Sczesnys mit seinem Gummiball im Maul um die Hausecke. Als die Remscheiderin dem Hund nachsetzte, habe sie ein dumpfes Geräusch gehört. „Als ich um die Ecke kam, sah ich Mäxchen auf der Erde liegen“, sagt Barbara Sczesny. Ein Nachbar ihrer Schwester habe auf seiner Terrasse gestanden.

Anwohner behauptet, Hund hätte sich in seiner Hose verbissen

„Ich habe ihn gefragt, was er mit meinem Hund gemacht hat“, erzählt sie. Der Nachbar habe behauptet, „Mäxchen“ hätte sich in seinem Hosenbein verbissen. Daher habe er nach dem Jack-Russell-Terrier getreten.

„Mein Hund hat nie jemanden angegriffen. Mäxchen hatte den Ball in der Schnauze und außerdem hätte er doch wohl gebellt“, sagt Barbara Szcesny. Sie ist sich sicher, einen „dumpfen Knall“ gehört zu haben: „Das klang so, als ob Mäxchen mit einem Stock oder einer Holzlatte erschlagen worden wäre.“ Sie habe den Hund auf den Arm genommen und in die Wohnung ihrer Schwester gebracht. „Er hatte keine äußeren Verletzungen, aber er ließ die ganze Zeit den Kopf hängen“, erzählt die Remscheiderin. Nach wenigen Minuten sei dem Tier Blut aus dem Maul gelaufen, wenig später habe sein Herz aufgehört zu schlagen.

Anzeige gegen Anwohner erstattet

Sczesny brachte den toten Hund gemeinsam mit ihrer Schwester Ulrike Petersen zu einem Tierarzt, ehe die beiden bei der Polizei Anzeige gegen den Nachbarn erstatteten. Wieder am Oesterberg angekommen, suchte Barbara Sczesny den Mann noch einmal auf. Der Nachbar erkundigte sich ihr zufolge nach dem Zustand des Hundes und gab erneut an, „nur“ nach diesem getreten zu haben. „Entschuldigt hat er sich nicht“, sagt Sczesny.

Mit dem Nachbarn ihrer Schwester sei die Remscheiderin bereits vor diesem Wochenende aneinandergeraten, erzählt sie. „Der hat schon mal Theater gemacht, weil Mäxchen angeblich seinen Kater auf einen Baum gejagt haben soll. Ich sollte den Hund gefälligst an die Leine nehmen“, erinnert sich Barbara Sczesny, die nun auf zweierlei hofft: „Dass der Mann zur Rechenschaft gezogen wird und mir Schadenersatz zahlt.“ Obwohl sie selbst weiß, dass „mir das Mäxchen nicht zurückbringt“. ▪ Sven Prillwitz

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