„Human“ – ohne perfekt gemalte Körper

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Marek Tomicki hat in den vergangenen Monaten intensiv gemalt: Die Ergebnisse präsentiert er am kommenden Samstag, 29. Mai, in seinem Atelier. Bis dahin soll auch dieses Gemälde aus der „Human“-Reihe fertig werden. ▪

HALVER ▪ Eine intensive Zeit des Malens liegt hinter Marek Tomicki, der auch durch verschiedene andere Veranstaltungen in seinem Atelier Tanke das kulturelle Leben in Halver wesentlich bereichert hat – doch am Samstag, 29. Mai, steht ab 20 Uhr in seinem Atelier wieder einmal die Malerei im Mittelpunkt.

Es ist die vierte eigene Vernissage, die Tomicki – seit sechs Jahren in der Tanke aktiv – in seiner „Werkstatt“ veranstaltet; diesmal nicht im Dezember, sondern im Frühjahr. „Ich male gerne Menschen, in allen Variationen“, erzählt Marek Tomicki, dass er nicht nur bei seiner Kurzreise nach Portugal fast exzessiv gemalt, sondern sich auch danach in seinem Atelier immer wieder „eingeschlossen“ hat. Die Hälfte der 20 Ölgemälde, die er in einer Woche unter dem Motto „Human“ (Mensch) präsentiert, sind in den vergangenen Monaten entstanden.

Der Künstler legt aber Wert darauf, dass auf seinen Gemälden keine perfekten Körper und damit Menschen zu finden sind. „Ich male die Körper nicht so schön“, erklärt er, „das ist aber auch nicht wichtig!“ Vielmehr komme es auf die (menschliche) Wärme an. Dass Tomicki den perfekt gemalten Körper für unwichtig hält, demonstriert er auch auf den Plakaten, mit denen er zur Vernissage einlädt.

Grafikdesigner und Sohn Mark Tomicki nahm das bekannte Bild von Leonardo da Vinci und als Menschen „zensierte“ Aktfotos von seinem Vater und Romy Bortor eingebaut – natürlich haben diese Menschen nicht das perfekte Aussehen wie bei da Vinci. Auch ragen sie aus dem Kreis heraus.

Obwohl Marek Tomicki mitten in den Vorbereitungen für seine Vernissage steht und sogar noch ein Bild fertigstellen möchte, hat er schon wieder eine Reihe anderer Ideen für Kulturveranstaltungen im Kopf, die er im kommenden Herbst in Angriff nehmen möchte. „Dann werde ich noch einmal richtig Gas geben“, sagt der Künstler. ▪ Det Ruthmann

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