Höhere Zuschüsse für Pflege

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Susanne Friebe und Rüdiger Bednarz freuen sich, die Zuschüsse für ambulante Pflege anheben zu können. ▪

HALVER ▪ Eine tolle Mitteilung konnten am Montag Rüdiger Bednarz, Vorsitzender des Förderkreises der Diakoniestation Halver-Schalksmühle, und Schwester Susanne Friebe, Leiterin der Einrichtung machen: Zum 1. Juni wird der Förderkreis die maximalen Zuschüsse, die Patienten für ambulante Pflege durch die Diakoniestation monatlich erhalten können, deutlich erhöhen.

Natürlich ist die Höhe des „geschenkten“ Zuschusses abhängig von der Höhe des Pflegegeldes. Doch beispielsweise erhalten Patienten der Pflegestufe 0 bislang nichts aus der Kasse der Pflegeversicherung. Diese Patienten können sich künftig über 100 Euro monatlich (statt 75 Euro wie bislang) freuen.

Gerade bei diesen Patienten, so Schwester Susanne, sei es wichtig, dass „wir den Fuß in die Tür bekommen. Denn wenn diese Menschen keine (notwendige) Pflege oder nur die Minimum-Versorgung erhielten, hätten sie kaum eine Chance, in eine Pflegestufe zu kommen, bei der sie auch Mittel aus der Versicherung erhalten würden.

Die Höhe der Zuschüsse durch den Förderkreis für die Pflegestufen 1, 2 und 3 wird auf 200, 220 beziehungsweise 260 Euro angehoben, erläuterte Bednarz, dass die letzte Anhebung schon drei Jahre zurückliegt. Zuschüsse können alle Patienten erhalten, die von der Diakoniestation betreut werden – das sind derzeit circa 150 Menschen in Halver und Schalksmühle; etwa 30 davon erhalten Förderkreiszuschüsse. Auch wenn die Diakoniestation nun dem Verband Mark-Ruhr angehöre, betonte der Förderkreisvorsitzende, so würden die Mittel ausschließlich in den beiden Kommunen ausgegeben.

Das sind immerhin rund 30 000 Euro im Jahr, die vom Förderkreis für Zuschüsse bei den ambulanten Pflegeleistungen, für Schwester Irene, die Betreuungsaufgaben bei den Patienten übernimmt, sowie für wichtige Anschaffungen der Diakoniestation selbst geleistet werden. Besonders im vergangenen Jahr, als die Station ins „blaue Haus“ an der Marktstraße umgezogen ist, seien einige Anschaffungen notwendig gewesen.

Für Bednarz und seine Kollegen vom geschäftsführenden Vorstand heißt dies, weiterhin kräftig die Werbetrommel für den Förderkreis zu rühren. Denn die gemeinnützige Einrichtung finanziert sich ausschließlich aus unterschiedlich hohen, weil freiwilligen Mitgliedsbeiträgen und verschieden Einzelspenden.

Aus diesem Grund werde der neue Flyer, der vom Verband Mark-Ruhr auch für die Diakoniestation Halver-Schalksmühle herausgegeben worden ist, in Kürze einen Einleger des Förderkreises – mit einem Beitrittsformular – erhalten. Darüber hinaus wird der gemeinnützige Verein auch bald über eine eigene Homepage verfügen, auf der Interessierte alle wichtigen Informationen über den Förderkreis und die Diakoniestation erhalten können.

„Wir hoffen, damit für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, um vielen Menschen in Schalksmühle und Halver helfen zu können“, meinte Rüdiger Bednarz, der gleichzeitig allen Mitgliedern (deutlich über 500) und Spendern für ihre finanzielle Unterstüzung dankte. Immerhin hatte der Förderkreis die heimische Diakoniestation und damit die Patienten in Halver und Schalksmühle in den vergangenen 30 Jahren mit rund zwei Millionen Euro unterstützt. ▪ Det Ruthmann

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