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Höhere OGS-Beiträge, weniger Kinder in der Betreuung?

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Von: Sarah Lorencic

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Stifte zum Schulstart.
Die OGS-Beiträge sind in Halver gestiegen, die Kinderzahlen aber sind angeblich gesunken. Ein Zusammenhang? © picture alliance / dpa/Uwe Anspach

Haben Eltern ihre Kinder von der OGS abgemeldet, weil ihnen die Kosten zu teuer waren? Immerhin wurden die Kosten in diesem Schuljahr erhöht. Die Stadt will das untersuchen.

Halver/Oberbrügge – Seit diesem Schuljahr gelten für die Offene Ganztagsschule (OGS) in Halver neue Beiträge. Zahlen muss mit der Neuerung jeder, befreit ist ohne weiteres zunächst niemand mehr. Für viele Familien haben sich die Kosten für die OGS dadurch stark erhöht.

Hintergrund waren zum einen die höheren Löhne für die Mitarbeiter, aber auch die Intention, wie Kämmerer Simon Thienel in der Diskussion Mitte des Jahres betonte, dass den Eltern die OGS so viel wert sein solle. Wie sich das nach knapp zwei Monaten im neuen Schuljahr herausstellt, wurden an der Regenbogenschule in Oberbrügge Kinder von der Ganztagsbetreuung abgemeldet mit der Begründung: zu teuer. Die Anzahl dieser Kinder liegt im zweistelligen Bereich.

Das wurde Monika Ebbinghaus (CDU) gespiegelt und sie sprach es deshalb im Rat an. Dagmar Eckhardt (SPD) konnte die Annahme bestätigen und erklären, dass es sich im Großen und Ganzen um Familien handelt, die auf die OGS nicht angewiesen sind und sie ihnen das Geld nicht wert ist. Sabine Wallmann, UWG-Fraktionsvorsitzende, machte mit Blick auf die derzeitige gesamtgesellschaftliche Situation darauf aufmerksam, dass es für manche Familien nicht mehr bezahlbar sein könnte. Die Situation habe sich geändert.

Dagmar Eckhardt verneinte das zumindest für die Eltern aus Oberbrügge, mit denen sie Kontakt hatte. „Sie könnten es bezahlen, wollen es aber nicht.“ In einer Evaluation im Dezember soll dargestellt werden, wie viele Kinder von der OGS eventuell abgemeldet wurden und aus welchen Gründen. In Einzelfällen können Familien auch weiterhin mit Reduzierungen der Kosten rechnen. Familien, die vorher keinen beitrag zahlen mussten, zahlen jetzt je nach Länge der Betreuung zwischen 10 und 30 Euro. Das Mittagsessen bleibt kostenlos. Höher sind die Kosten bei Familien mit mehr Einkommen.

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