Höhenluft hinter dem Herpine-Becken

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Auch die Achtklässler der Realschule konnten den neuen Klettergarten bereits nutzen: Sie waren im Rahmen der Suchtprophylaxe vor Ort. ▪

HALVER ▪ Wer das Freibad Herpine hinter sich lässt, kommt ab sofort hoch hinaus: Nach der überraschenden Schließung ihrer Anlage bei Nieder Hedfeld im vergangenen Jahr haben Steffi Kramer und York Schäfer von „Kalisho Natursport“ ihren Hochseilgarten am neuen Ort eröffnet.

Bereits vom Boden aus offenbaren sich dem Spaziergänger atemberaubende Kletteraufgaben. Und die haben mitunter sogar eine therapeutische Wirkung – wie am Donnerstag bei einer Achtklässlerin der Realschule deutlich wurde: „Ich habe keine Höhenangst mehr!“, jubelte das Mädchen, nachdem es einen weiteren Parcours erklettert hatte. Es sind solche Momente, auf die die Betreiber des Klettergartens lange warten mussten: „Natürlich sind wir froh, dass es wieder los geht“, sagt York Schäfer. Dennoch will er mit dem Kapitel Anlagen-schließung ein für alle Mal abschließen – zumal er mit dem aktuellen Standort mehr als zufrieden ist: „Wir sind hier superglücklich. Die Landschaft gibt nicht zuletzt wegen des Bachs, der durch die Anlage führt, ein tolles Bild ab.“

Nachdem Rat und Bauaufsicht zugestimmt hatten (der AA berichtete), machten sich Schäfer und Kramer an die Arbeit: An den Bäumen hinter dem Freibad wurden Plateaus befestigt, zwischen den Baumstämmen Seile gespannt, eine Riesenleiter aufgehängt und vieles mehr. Neben dem Einweisungsparcours sind aktuell drei „normale“ Parcours sowie zwei Team-Elemente aufgebaut – die Errichtung neuer Elemente und Parcours hat bereits begonnen. So soll das Angebot bis zum nächsten Jahr erweitert werden. Mit vertikalen und horizontalen Team-Elementen, die eines gemeinsam haben: Sie sollen – wie der Name schon sagt – im Team bezwungen werden und den Nutzern ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art bieten.

Mit dem Klettergarten in direkter Nachbarschaft zum Waldfreibad hoffen nicht zuletzt Vertreter der Stadt, ein neues Sport- und Freizeitzentrum unter freiem Himmel schaffen zu können, das auch auswärtige Besucher anzieht. Zwar konzentriert sich die Arbeit von „Kalisho Natursport“ vornehmlich auf die Betreuung von Gruppen, etwa aus Firmen oder Schulen. Doch auch einzelne Interessierte sollen die Gelegenheit haben, in den Höhen unweit der Herpine – natürlich gut gesichert – zu klettern: Dazu wollen York Schäfer und Steffi Kramer an besonderen Tagen auch spontanen Besuchern das Erlebnis Klettern ermöglichen. „Eine telefonische Anmeldung verhindert jedoch Wartezeiten“, so York Schäfer, der auch in der kalten Jahreszeit – je nach Wetterlage – zum Klettern einladen will. Wer die Chance, in den Höhen zu klettern, nutzen will, sollte sich den 25. September im Kalender markieren: Dann findet der nächste Termin für Einzelpersonen statt. Mehr Infos dazu gibt’s unter der Rufnummer 0 23 53 / 6 64 39 11.

Doch auch der Spaziergänger, der den Boden unter den Füßen behalten will, kann sich bereits ein Bild vom Hochseilgarten machen – der Klettergarten ist schließlich fest installiert, das eigenmächtige Betreten oder Benutzen der Anlagen allerdings strengstens untersagt. ▪ Frank Zacharias

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