Hochseilgarten soll schon im Juni Betrieb aufnehmen

Hier, unweit der Herpine, haben sie viel vor: York Schäfer und Steffi Kramer von „Kalisho Natursport“. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Die Tinte ist getrocknet, die Arbeit kann beginnen: Noch in diesem Sommer soll der neue Hochseilgarten eröffnet werden und der Kletterspaß unweit des Freibads Herpine beginnen.

Kämmerer Markus Tempelmann erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass die Installation der Anlage kurz bevor steht. „Der Vertrag mit dem künftigen Betreiber des Hochseilgartens über die Verpachtung einer Teilfläche nordöstlich des Waldfreibades Herpine wurde inzwischen unterzeichnet.“ Schon Anfang Juni sollen Steffi Kramer und York Schäfer von „Kalisho Natursport“ mit dem Aufbau der Anlage des Kletterparks beginnen können. Routen werden jedoch schon jetzt ausgearbeitet, ehe im Juni die Abnahme einzelner Parcours durch den TüV erfolgen kann – wenn alles klappt. Denn wenn der Wunsch der Betreiber, den Charakter des Waldes zu erhalten, auch erfüllt werden soll, so stehen dennoch Durchforstungsarbeiten an. „Was dabei passiert, weiß man nie“, sagt Schäfer, der darauf hofft, dass bei Fällarbeiten kein für einen Parcours geplanter Baum beschädigt wird.

Dass nicht jeder Baum in dem etwa 1,5 Hektar großen, von der Stadt angepachteten Waldstück stehen bleibt, liege nicht etwa an der Errichtung des Hochseilgartens, wie alle Seiten betonen. Vielmehr sei die Maßnahme der finanziellen Lage der Stadt geschuldet: Ehe „Kalisho Natursport“ mit der Anlage der Parcours beginnt, will die Stadt das Gelände durchforsten lassen. Zumindest im Bereich des Klettergartens sollen einige Bäume bis Ende Mai gefällt und ihr Holz anschließend gewinnbringend veräußert werden. „Das alles findet im Rahmen der normalen Bewirtschaftung statt“, sagt Forstinspektor Ulrich Ackfeld. „Das Gebiet dort wurde immerhin in den letzten 20 Jahren nicht durchforstet.“ In dem entsprechenden Gebiet nahe der Herpine seien etwa 100 Jahre alte Fichten von der Durchforstung betroffen. Sie sollen nun Geld in die Stadtkasse spülen. Ackfeld erklärt jedoch, dass man die noch in diesem Jahr anstehenden Maßnahmen „so verträglich wie möglich“ gestalten werde

Kramer und Schäfer wollten für ihren Hochseilgarten freilich so viele Bäume wie möglich erhalten. In Absprache mit dem Forstinspektor sei ein guter Konsenz gefunden worden. Nun sind die Betreiber voller Vorfreude: „Wir wollen auf jeden Fall das gleiche Konzept anbieten, das wir erfolgreich an dem alten Standort hatten.“ An „Tagen des offenen Hochseilgartens“ sollen Einzelpersonen die Möglichkeit haben, in die Bäume zu steigen. Vor allem Mitarbeiter von Firmen oder Schüler sollen außerdem erfahren, wie wichtig Teamarbeit sein kann. Auch eine Seilbahn über das schützenswerte Tal sei denkbar, betonte York Schäfer.

Wie berichtet, darf „Kalisho Natursport“ seinen lange Zeit bei Nieder Hedfeld genutzten Klettergarten aufgrund fehlender bauaufsichtlicher Genehmigung seit dem vergangenen Jahr nicht weiter betreiben. Ein alternativer Standort war relativ schnell gefunden: hinter der Herpine. Dort sollen noch in diesem Jahr drei „leichtere“ sowie mehrere schwere Parcours entstehen. Als zentrale Sammelstelle soll der Bereich am Kneipp-Tretbecken dienen. Aufbauten wie Kassenhäuschen oder Schuppen soll es nicht geben. „Alles, was wir brauchen, bringen wir und nehmen es am Ende wieder mit.“ ▪ Frank Zacharias

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