„Das müssen wir wiederholen“

Highlight Trecker-Tour: Landwirte haben bereits neue Pläne

Die Perspektive der Fahrer: Diese Aktion werden auch die Landwirte aus der Nachbarschaft nicht vergessen.
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Die Perspektive der Fahrer: Diese Aktion werden auch die Landwirte aus der Nachbarschaft nicht vergessen.

Es war für viele Menschen im Märkischen Kreis wohl einer, wenn nicht sogar der Höhepunkt des Jahres. Am Samstag fuhren Landwirte aus der Region mit ihren weihnachtlich geschmückten Treckern durch den Märkischen Kreis. Wird die Aktion jetzt etabliert?

Drei Kolonnen mit jeweils zwischen 30 und 45 Treckern fuhren am Samstag durch die Kommunen – Altena, Plettenberg und Halver waren nur einige Ziele der Touren. Die Straßen waren voller Menschen. Kinder, die den Landwirten zuwanken, Erwachsene, die so etwas auch vorher noch nicht erlebt haben. „Es war einfach gigantisch“, sagt Heiner Born im Nachgang. Er ist ehrlich: Damit hat er nicht gerechnet. „Wenn ich daran denke, bekomme ich wieder eine Gänsehaut.“ Heiner Born steckt hinter der Aktion, die NRW-weit vom Verein „Land schafft Verbindung“ (LSV) veranstaltet wurde. Born ist der Vorsitzende des Ortsvereins im Märkischen Kreis, Hagen und einem Teil in Gummersbach.

Er trommelte die Landwirte aus der Umgebung zusammen, und er war auch der Weihnachtsmann, der auf der Tour von Lüdenscheid über Schalksmühle, Halver, Breckerfeld, Hagen und Schwelm die Geschenke an die Kinder und Senioren überreicht hat. Schokonikoläuse, Weihnachtsbäume und Spielzeug konnte der Verein, der sich erst vor rund einem Jahr gegründet hat, von den vielen Spenden kaufen. Abgegeben wurden die kleinen Aufmerksamkeiten mit großer Wirkung im Kinderheim, in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern.

„Ein Funke Hoffnung“: Die Aktion des Vereins „Land schafft Verbindung“ hat für viel Freude und positive Resonanz bei den Halveranern gesorgt. Nicht nur sie wünschen sich eine Wiederholung im kommenden Jahr. Heiner Born, als Weihnachtsmann verkleidet, hat gute Nachrichten

Anliegen der Landwirte war es, den Menschen, die momentan von der Corona-Zeit besonders betroffen sind, einen Lichtblick zu geben – „Ein Funke Hoffnung“ wurde daher auch die Aktion genannt. „Die Menschen waren alle so begeistert“, sagt der Breckerfelder. Und weil es so viel Lob und Dank an die Landwirte gab, war es auch eine große Freude für die Landwirte, die sie nicht mehr vergessen werden, sagt Born.

Es ist eine Idee gewesen, die durch Corona entstanden ist und eben auch in diesem Jahr, in dem die Landwirte des LSV bereits mit ihren Treckern nach Bonn und Berlin gefahren sind, um gegen die neuen Auflagen des Landwirtschaftsministeriums zu protestieren. Aber es soll nun doch eine Aktion sein, die sich etablieren soll. „Das müssen wir wiederholen“, sagt Heiner Born. „Darauf läuft es einfach hinaus.“

Ein Herz aus Treckern als Dankeschön an die Polizei und die vielen Menschen am Straßenrand.

Dass es den Menschen so sehr gefällt, haben die Landwirte gehofft, aber nicht gedacht und erst recht nicht damit gerechnet. „Es standen sogar Kinder am Straßenrand, die ihre Trampel-Trecker geschmückt haben.“ Den Tränen waren die Landwirte nicht nur einmal sehr nah.

Für die Unterstützung während der Trecker-Tour dankt Heiner Born auch der Polizei, die den Konvoi begleitet hat. Als Zeichen der Dankbarkeit haben sich die Landwirte in Herzformation positioniert. Dieses Erlebnis werden sie nicht mehr vergessen. Und alle, die am Straßenrand standen auch nicht.

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