Herrchen Riedel hofft auf eine Hundewiese für Luka

Bernd Riedel (2. von rechts) hat eine Unterschriftenaktion gestartet: Konny Schwerin, Bernd Minkley und Michaela Marx (von links nach rechts) sind von seiner Idee begeistert und wollen den Hundebesitzer unterstützen. ▪ Tollnick

HALVER ▪ Einmal ohne die lästige Leine, die sich beim Herumtollen mit anderen Hunden ständig um Herrchens Beine wickelt, spielen können: Hundebesitzer Bernd Riedel wünscht sich eine eingezäunte „Spielwiese“ für seinen Hund Luka. Er hat sich bereits mit mehreren Hundebesitzern aus Halver zusammengetan, die ihn bei der Umsetzung seiner Idee unterstützen wollen. Riedel bedauert, dass es in Halver keinen Ort gäbe, an dem er seinen Hund frei laufen lassen kann. „Ich habe zuvor in Dortmund gewohnt und dort gibt es reichlich eingezäunte Bereiche, in denen sich die Hunde austoben können.“

Im Umkreis gäbe es jedoch nichts Vergleichbares. „Ich suche keine Hundetoilette“, betont Riedel. Im Wald könne man die Tiere nicht frei laufen lassen, da es verboten sei und momentan auch Köder für die Wildschweinimpfung (wir berichteten) ausliegen. „Die kleine Grünfläche hinter der Polizei halte ich beispielsweise geeignet für ein solches Vorhaben.“ Diese sei allerdings im Privatbesitz der Familie Wippermann.

Unterstützt wird Bernd Riedel unter anderem von Konny Schwerin. Auch sie ist Hundebesitzerin: „Es ist wichtig, dass etwas für die Tiere gemacht wird, denn als Hundehalter zahlen wir schließlich auch Steuern. Ich werde richtig neidisch, wenn ich höre, was den Hundebesitzern in anderen Städten geboten wird.“

Riedel hofft bei der Realisierung seiner Idee auf die finanzielle Unterstützung der Stadt. „In Dortmund werden die Hundewiesen auch von der Stadt selbst finanziert“, berichet er weiter. Mit Hilfe einer Unterschriftenaktion möchte er Bürgermeister Dr. Bernd Eicker von seiner Idee überzeugen. So gab Riedel in dieser Woche, bei seinem täglichen Spaziergang mit seinem Hund Luka, eine Liste herum, auf der sich jeder eintragen konnte, der wie er für eine eingezäunte „Hunde-Spielwiese“ plädiert. Falls die Stadt sich nicht dazu bereit erklären würde, das Projekt zu finanzieren, möchten Bernd Riedel und seine „Hundefreunde“ eine Spendenaktion starten. „Dann verkaufen wir vielleicht Waffeln im Kaufpark“, lacht Konny Schwerin. Doch erst einmal setzen die Hundebesitzer auf die Hilfe der Stadt. ▪ Lena Tollnick

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