Herpine wird für eine halbe Million Euro erneuert

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Zur neuen Wasseraufbereitung müssen wesentlich mehr Rohre gelegt werden als bisher. An den Startblöcken im Vordergrund soll außerdem das Becken tiefer gemacht werden.

HALVER - Die ersten Vorbereitungsarbeiten für die Umbauten an der Herpine sind bereits in vollem Gange. Gut 500 000 Euro sind für eine leistungsstärkere Filteranlage, neue Wasserleitungen und neue Beckenwände im Schwimmerbereich veranschlagt, erklärt der Geschäftsführer der Herpine GmbH Dietrich Turck im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem solle auch die Beckentiefe im Bereich der Startblöcke deutlich erhöht werden.

„Die Baumaßnahmen an der Filteranlage und für die nötigen Wasserleitungen sind notwendig, um den Betrieb mittelfristig erhalten zu können“, sagt Dietrich Turck. „Wir müssen die Wasserzirkulation besser steuern und die gleichmäßige Durchströmung mit Chlor gewährleisten, daran hatte uns das Gesundheitsamt schon mehrfach erinnert.“ Über mehrere neue Düsen soll deutlich mehr Wasser aus dem Becken in die Filterung gelenkt werden. Da die alte Filteranlage, das aber nicht schaffen würde, muss auch diese neu gebaut werden. Die neue Filterung soll wesentlich effizienter und kostengünstiger arbeiten. Statt wie bisher mit Chlorlauge und Chlorgranulat soll das Wasser demnächst mit Chlorgas aufbereitet werden.

„Und wenn wir schon umfassend bauen, können wir auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so der Geschäftsführer Dietrich Turck. Daher sollen bei dieser Gelegenheit die Beckentiefe im Bereich der Sprungböcke vergrößert und die teils maroden Beckenwände erneuert werden. Zuletzt hatte der TÜV das Springen von den Böcken untersagt.

Zunächst werden neue Betonwände gesetzt, um Platz für die Verrohrung zu schaffen. Außerdem wird ein größeres Fundament für die künftige Reinigungsanlage ausgehoben.

„Da wir es uns nicht leisten können, das Bad im nächsten Jahr zu schließen, ist es unser erklärtes Ziel, bis März alle Bauarbeiten abzuschließen“, sagt Dietrich Turck. Die Mittel für den Umbau des Waldfreibades bringt die Herpine GmbH auf. Man führe aber sowohl mit der Stadt als auch mit der Sparkasse Gespräche über Finanzierung und Hilfestellung.

Von Sebastian Berndt

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