Herksiepe: Oberbrügger hält neue Baugebiete für einen Fehler

Daniel Seidel steht im Baugebiet „Schmittenkamp“ in Oberbrügge und fragt: „Reicht das nicht?“
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Daniel Seidel steht im Baugebiet „Schmittenkamp“ in Oberbrügge und fragt: „Reicht das nicht?“

„Die Politik denkt zu kurzzeitig.“ Das sagt Daniel Seidel aus Oberbrügge. Er reiht sich ein in die immer länger werdende Liste derer, die sich gegen die neuen Baugebiete „Herksiepe“ und „Schillerstein“ positionieren.

Oberbrügge - In Oberbrügge ist das Baugebiet „Schmittenkamp“ noch nicht komplett verkauft. Warum also ein neues Baugebiet eröffnen, fragt der 41-Jährige. Die Frage, ob sich die Stadt nicht für Wohnraum für junge Familien, die bauen wollen, einsetze, sei mit „Schmittenkamp“ beantwortet. Die Lage sei gut, sogar weitaus besser als in der Herksiepe. „Ich halte die neuen Pläne für einen Fehler“, sagt Seidel. Er ist enttäuscht von den Grünen. Lücken sollten zuerst gefüllt werden, sagt er und kennt einige Flächen in Oberbrügge, die bebaut werden könnten. Sein Problem ist, dass die Zersiedlung immer mehr zunimmt. Wenn Eigentümer nicht verkaufen wollen, sollte die Stadt eingreifen: „Es kann nicht jeder das Land kaufen, wie er will.“

Seidel ist gelernter Landwirt und sieht die Flächenveränderung auch aus dieser Perspektive. Wenn die Bebauung weiter voranschreitet, sieht er Halver und auch andere Städte in zehn Jahren vor anderen Problemen stehen. Immer mehr Lebensmittel würden im Ausland produziert und importiert werden. Wohnungen sind oft für Familien zu klein, das weiß er auch. Und auch, dass Häuser schwer zu bekommen sind, wenn man nicht gerade Kontakte hat. Aber im Schmittenkamp gibt es die Möglichkeit für junge Familien, zu bauen. Daniel Seidel sieht einen höheren Bedarf bei bezahlbaren Wohnungen und sieht auch Besitzer von Altbauten in der Pflicht, zu sanieren und den Wohnraum zu pflegen. „Wir können nicht unendlich bauen“, appelliert Seidel. „Es gibt immer Lösungen.“

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