Heribert Müller geht in den Ruhestand

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Heribert, genannt „Paul“, Müller geht in den Ruhestand. ▪

HALVER ▪ Der langjährige Leiter der Ganztagsschule, Heribert Müller, geht im Sommer in den Ruhestand.

Der Spruch ist kurz, aber er passt: „Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen“, heißt es auf einer Postkarte, die hinter dem Schreibtisch von Heribert Müller hängt. Und tatsächlich: Viel Zeit mit der Suche nach der richtigen Arbeitsstelle hat er nicht vergeudet. Seit mittlerweile 26 Jahren leitet Müller die Hauptschule, heute: Ganztagsschule, in Halver. Doch diese Laufbahn endet in diesem Sommer.

Noch bis zum 31. Juli wird Heribert, genannt „Paul“, Müller die Geschicke der Einrichtung an der Mühlenstraße leiten. Dann ist Schluss. Mit 63 geht er in den Ruhestand – in den verdienten, wie viele Weggefährten sagen. Denn die Leistung Müllers für die Ganztagsschule und ihre Schüler ist weit über die Stadtgrenzen hinaus unbestritten.

In insgesamt 40 Dienstjahren hat Müller die Entwicklung der Hauptschule zum „Problemkind“ in der Schullandschaft hautnah miterlebt. Dabei habe er sich nach seinem Studium an der Pädagogischen Hochschule Ruhr in Hagen bewusst für diese Schulform entschieden, wie er sagt. „Ich meinte damals schon, dass ich mit dieser Schülerschaft am Besten zurecht komme. Und das hat sich bis heute nicht geändert.“

Dass er sich für den Beruf des Lehrers entschied, sei bereits recht früh klar gewesen, erinnert er sich: Als Betreuer einiger Jugendmannschaften der Sportfreunde Oestrich habe er bereits festgestellt, dass er mit jungen Menschen „gut kann“, sie bei der Entwicklung begleiten will. Und so schloss sich dem Abitur am Wallram-Gymnasium in Menden das Lehramtsstudium an, dem eine erste Anstellung als Lehreranwärter in Hohenlimburg folgte. Seine erste reguläre Stelle trat Müller am 1. Februar 1973 an der Hauptschule Oestrich an. „Damals schieden viele Kollegen aus Altersgründen aus. Diesen strukturellen Wandel haben wir jetzt also wieder“, zieht der Ganztagsschulleiter Parallelen zur heutigen Zeit. Zehn Jahre blieb er seiner alten Heimat Oestrich treu, ehe es ihn erneut nach Hohenlimburg zog: An der Hauptschule Nahmer trat Heribert Müller die Stelle als Konrektor an. Doch schon zwei Jahre später rief ihn die Bezirksregierung nach Halver, wo ein Nachfolger für Karl-Rudolf Filling gesucht wurde. „Die Stelle als Schulleiter hat mich gereizt. Hier kann man ja doch an einigen Stellschrauben drehen“, sagt Müller, für den der Umzug an seine neue Wirkungsstätte selbstverständlich war. „Mich hat es nie gestört, auch auf der Straße mal angesprochen zu werden. Es ist doch eher angenehm in dem Ort zu wohnen, in dem man auch arbeitet.“ ▪ Frank Zacharias

Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Donnerstagsausgabe des Allgemeinen Anzeigers.

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