Ausstellung zu Halveraner Dorfschulen

+
Blick über das Katheder auf die drei Bankreihen. Die Erinnerung an den Rohrstock ist bei Rudi Olson (r.) noch durchaus lebendig.

Halver - „Die Dorfschulen rund um Halver“ ist Titel eines heimatkundlichen Buchs des Halveraner Autors Werner Sinnwell, das im vergangenen Jahr erschienen ist. Ab sofort sind diese Schulen auch Gegenstand einer Ausstellung im Heimatmuseum an der Von-Vincke-Straße.

Die letzten der Zwergschulen schlossen in Halver 1968. Acht von ihnen gab es rund um die Stadt, zum Teil mit Ursprüngen im 18. Jahrhundert. Die Ausstellung lässt sie für einen Zeitraum noch einmal aufleben mit ihren engen Holzbänken und dem stets paraten Rohrstock der Lehrer.

Interessant dürfte sie für viele ältere Halveraner sein, die ihre Schulzeit in Aschlag, Bergfeld, Buschhausen, Glörfeld, Schwenke, Heesfeld, Oberbrügge oder Ehringhausen verbracht haben. Peter Bell und Rudi Olson, die das Heimatmuseum der Stadt Halver leiten, freuen sich, dass allein 200 Bilder, mehr sogar noch als für das Buch, zusammengetragen wurden.

Olson selbst hat seinen Schulranzen beigesteuert. Viele Halveraner werden sich darauf wiederfinden und rätseln, wer der Klassenkamerad neben ihm gewesen sein könnte. Auch Schüler dürften sich wundern, wie der Unterricht von 50 oder 100 Jahren vonstatten ging. Sechs Tafeln widmen sich allein den Dorfschulen in Oberbrügge und Ehringhausen.

Die Ausstellung ist zugänglich zu den Öffnungszeiten des Museums dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 10.30 bis 12 Uhr. Terminvereinbarungen für Gruppen sind möglich bei Rudi Olson unter Tel. 02353/3467. Der Eintritt kostet einen Euro. Für Kinder ist er frei.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare