Rekord: Insgesamt 270 Füchse erlegt

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Unter den Trophäen war diesmal auch ein Knick-Gehörn, dass sich Hegeringleiter Bernd Volkenrath (links) und Friedhelm Schönnenberg ansahen.

HALVER - Einen Rekord verzeichnete der Hegering im vergangenen Jagdjahr bei der Strecke der Füchse: 270 Tiere - so viele, wie in den letzten 21 Jahren nicht, waren erlegt worden, berichtete am Freitagabend Hegeringleiter Bernd Volkenrath auf der Jahreshauptversammlung.

Gründe gebe es verschiedene dafür: Es habe vielleicht ein gutes Mäusejahr gegeben - der Fuchs ist einer der größten Mäusejäger - , oder „Reineke“ entwickele sich immer mehr zum Kulturfolger und findet Nahrung beispielsweise bei und in Komposthaufen. Die große Fuchs-Strecke war für den Hegeringleiter aber nicht der einzige Grund, zufrieden zu sein.

Auch die anderen Zahlen, die er den Hegeringmitgliedern präsentieren konnte, waren durchaus erfreulich. Der von der Jagdaufsicht festgesetzte Abschussplan war beim Rehwild zu 103 Prozent erfüllt worden. 353 standen im Plan, 360 waren erlegt worden, darunter wiederum 83 Fallwild - wovon 58 Verkehrsunfälle waren. Im Vorjahr hatte es eine Rehwildstrecke von 312 gegeben.

Erfreulich sei auch, so Volkenrath, dass mit 162 Stück die Strecke des Schwarzwildes wieder deutlich höher war als noch 2011/12 (92) - jedoch nicht so viel wie in der Jagdsaison 2010/11 (173). Zudem habe der Hegering mit der groß angelegten Impfaktion dafür gesorgt, dass „nicht ein Wildschwein ins Münsterland, wo es die große Schweine-Mastbetriebe gebe, durchmarschiert“ und die Schweinepest übertragen habe.

Mit einem Schmunzeln fügte Volkenrath hinzu, dass „Halvers Schweine-Ecke“ Kerspe, Bommert und Schmidthausen sei. Dort waren die meisten Wildschweine (72) erlegt worden. Die hätten aber auch in der Starkregenzeit im Dezember viele Schäden angerichtet. Während die Zahl von 16 erlegten Dachsen eher zu vernachlässigen sei, lässt eine andere Jagdstrecke aufhorchen: Neun Waschbären wurden erlegt, im Vorjahr waren es zwei, davor keiner. Die Tiere vermehren sich schnell und haben, wie der Dachs, keine natürlichen Feinde.

Sehr zufrieden ist man beim Hegering auch mit den Abschusszahlen von Ringeltauben (341, im Vorjahr 301) und Krähen sowie Elstern (218, im Vorjahr 145), die - wie auch das Schwarzwild - besonders auf den landwirtschaftlichen Betrieben immer wieder für Schäden sorgen. - Det Ruthmann

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