Vegane Leistungsschau

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Halver - Ein Sommerfest zur Förderung der veganen, also fleisch- und milchproduktfreien Ernährung, feierte „Lüdenscheid vegan“ am Sonntag rund um den ebenfalls beteiligten Bioladen der Heesfelder Mühle.

Im Veranstaltungsraum konnten die Besucher gegen eine Spende ganz verschiedene vegane Lebensmittel kosten. Technische Unterstützung leistete die Eventagentur „Soundbäckerei“, die eine kleine Bühne für die musikalischen Zwischenspiele aufgebaut hatte. 

„Hier ist das immer toll. Die Leute haben immer gute Laune – auch bei schlechtem Wetter“, lobte Marktteilnehmerin Andrea Hoffeld den Standort für die kleine Leistungsschau. Sie bot zusammen mit Uwe Hackenberg Kostproben aus ihrem „H&H – Haus und Gartenbetrieb“ in Radevormwald an mit bekannten Gewürzen und Fensterbankkräutern und auch viel Exotischem für die Küche: Honigmelonen- und Ananas-Salbei, vietnamesischer Koriander, Zitronengras und Mukuna-Wenna, ein asiatisches Reisgewürz. 

Gleich nebenan freute sich Kräuterpädagogin Karola Wolff über ihre erste Teilnahme an einem veganen Fest, die zahlreichen Besucher – auch von auswärts – und den schönen Veranstaltungsort. Sie hatte aus ihrem Kräuterladen einiges mitgebracht und informierte über die von ihr geführten Kräuterwanderungen. Ein breites Angebot an veganen Trüffeln aus eigener Produktion boten Solvejg Klein und Oliver Pak in ihrem „Bernsteinzimmer“ an. Den Namen der Konfekt-Manufaktur aus Wuppertal erklären sie so: „Im Bernstein spiegeln sich all die farblichen Facetten wider, die in unseren Kreationen zu finden sind: die dunklen Honig-Töne von Whisky, warm-glänzendes Karamell, sahnige Vanille-Creme und samtige Zartbitter-Schokolade.“

Als besonderen Gast präsentierten die Veranstalter Jérôme Eckmeier, Verfasser zahlreicher veganer Kochbücher. „Als ich auf vegane Ernährung umgestellt habe, hat mir Jérôme mit seinen Büchern sehr geholfen“, lobte eine Besucherin den Autor. Im Gespräch mit Veranstalter Thomas Wewers zeigte sich der Autor als Freund des offenen Wortes: „Guck mal, wie fett der ist. Geht das überhaupt bei einem Veganer?“, zitierte er einen fiktiven Gesprächspartner und gab die Antwort: Natürlich könne man als Veganer ordentlich über die Stränge schlagen, da es ja eine Fülle pflanzlicher Fette gebe. 

Die vegane Ernährung habe ihm nach einer Krebserkrankung aber vermutlich das Leben gerettet, erklärte Eckmeier den Ausgangspunkt seiner Bemühungen. Daneben habe auch für ihn die ethische Entscheidung für den Veganismus eine Rolle gespielt: „Das will ich nicht mehr.“ Zur Lage der veganen Ernährung gab Eckmeier im Gespräch mit Thomas Wewers unterschiedliche Einschätzungen: Einerseits werde es aufgrund des größeren Angebots immer einfacher und durchaus auch preiswerter, vegan zu kochen. Andererseits gebe es aber einige vegane Lebensmittel, die „richtig überteuert“ sind. 

Nach dem Interview suchte der Kochbuchautor noch das Gespräch mit den Nutzern seiner Bücher und signierte das eine und andere Exemplar.

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