Spende durch Postcode-Lotterie

Heesfelder Mühle: Den Fröschen auf die Sprünge helfen

Postcode-Lotterie Heesfelder Mühle Halver Frösche
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In den vorangegangenen trockenen Sommern hatten es Amphibien schwer. Insgesamt fünf Teiche hat der Verein Heesfelder Mühle inzwischen instandgesetzt, damit sie das Wasser auch in der trockenen Jahreszeit halten.

Den Fröschen ein wenig auf die Sprünge helfen, Libellen und anderen Insekten Starthilfe geben – das alles ist gut angelaufen im Hälvertal. Mithilfe einer Spende konnte man Naturschutzvorhaben angehen.

Halver – Die Pflanzphase sei abgeschlossen, sagt Klaus Brunsmeier, Geschäftsführer der Heesfelder Mühle, über das jüngste Projekt des Vereins. 65 600 Euro konnte man dank einer Spende der Postcode-Lotterie in eine Reihe von Naturschutzvorhaben stecken, um den Auswirkungen des Klimawandels nachhaltig und lokal etwas entgegenzusetzen.

Den eingangs genannten Fröschen und anderen Amphibien sowie den Insekten sollen fünf Teiche helfen, die den trockenen Sommern in der Vergangenheit zum Opfer fielen. Mit fehlenden Niederschlägen, hoher Verdunstung und Versickerung entfielen die Tümpel als Lebensraum. Zwei davon, einer nahe der Mühle, der andere nahe der Schnurrenbahn, sind inzwischen technisch gedichtet mit Folie. Drei weitere wurden instand gesetzt, indem die natürliche Dichtung aus lehmigem Boden wieder hergestellt wurde.

Mehr als 1000 Blühsträucher gepflanzt

Parallel dazu wurden in den vergangenen Wochen mehr als 1000 Blühsträucher in den Boden gebracht. Ziel war es, an insgesamt sieben Standorten die Waldränder mit sogenannten „Kraut-Saumstreifen“ auszubilden, wie Klaus Brunsmeier den zweiten Teil des Vorhabens beschreibt. Dabei ging es um abgeräumte Fichtenbereiche, an denen der Borkenkäfer in den vergangenen zwei bis drei Jahren die Bestände ruiniert hatte.

Angelegt wurden an diesen in der Regel südlichen Hanglagen gestufte Waldränder mit ökologisch wertvollem Gebüsch wie Weißdorn, Schwarzdorn, Schneeball und Pfaffenhütchen, dahinter Bäume zweiter Ordnung wie Eberesche, Wildbirne und -apfel und schließlich Wildkirsche, Eiche und Buchen. „Der natürliche Fichtenanteil wird hoch bleiben“, schätzt Klaus Brunsmeier, doch eine gezielte Aufforstung mit dieser Baumart schließt er für die Heesfelder Mühle aus. Man setze auf die natürliche Verjüngung auf den rund 100 Hektar Wald, die der Verein bewirtschaftet. Das ist eine große Chance“, sagt er, „aber es gibt keine Gelingensgarantie“.

Vorgehen gegen Wildverbiss

Gegen den zu erwartenden Wildverbiss geht man im Hälvertal dabei auf zweierlei Wegen vor. Zum Teil gibt es Wildschutzzäune, zum anderen Schafswolle. Gedacht ist es als Versuch aus der Erkenntnis heraus, dass Wild keine Schafe mag – des Geruchs wegen. Die Wolle, die ist also kein Zufallsprodukt.

Drittes Vorhaben, das mit der Spende möglich wird, ist das Auszäunen von Feldgehölzen, die als Zufluchtsort für Insekten in der landwirtschaftlich extensiv genutzten Kulturlandschaft beispielsweise in der Nähe des Wasserbehälters am Brehenberg angelegt wurden.

Darüber hinaus sollen Feuchtgrünland, Halbtrockenrasen, Siepen und Uferrandstreifen auf diese Weise geschützt und gepflegt werden. Noch etwa bis September dürften diese Arbeiten andauern, sagt Brunsmeier in einer Zwischenbilanz des Projekts.

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