Heerstraße: Busse fahren bei Rot über Ampel

- Foto: Finger

Oberbrügge - Es sind schon fast skurrile Situationen, über die die Anwohner verständnislos den Kopf schütteln: Vor der dauerroten Ampel steht ein (fremdes) Fahrzeug, dessen Fahrer nicht weiß, dass die Baustelle voll gesperrt ist, die Ampel nicht auf Grün schaltet.

Dann kommt ein Bus, fährt an dem stehenden Wagen und auch an der roten Ampel vorbei.

Und nach dem Motto „Was der Busfahrer kann, kann ich schon lange“ folgt der Autofahrer verbotenerweise. Dies erleben nicht nur die Anwohner der Heerstraße immer wieder, sondern bekommen auch die Kinder und Jugendlichen mit, die im Bus sitzen. Von einer Vorbildfunktion kann da keine Rede sein. Denn für die Busfahrer ist extra eine Möglichkeit eingerichtet worden, die Ampel kurz auf Grün zu schalten, damit sie durch die Baustelle fahren können.

Dies scheint nach Angaben der Anwohner aber immer seltener der Fall zu sein. Was wiederum heißt: Wer bei Rot über eine Ampel fährt, riskiert eine Strafe von 90 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Dies könne sich bei einem Unfall deutlich erhöhen, erklärt Polizeipressesprecher Stephan Böhme, und auch mit einem Fahrverbot geahndet werden. Was auch für Busfahrer gilt. Von Seiten der Polizeibehörde, so versicherte Stephan Böhme gegenüber dem AA, werde man das Gespräch mit den betroffenen Busunternehmen suchen.

Von Det Ruthmann

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